Sunrise verzeichnet grossen Gewinnsprung

Beim Telekomkonzern Sunrise haben in den ersten neun Monaten die Kassen geklingelt. Unter dem Strich schoss der Reingewinn von 39 Millionen auf 481 Millionen Franken nach oben. Grund dafür ist der Verkauf von über 2200 Antennenmasten an die spanische Firma Cellnex, der 420 Millionen Franken eingebracht hat, wie Sunrise mitteilt.
 
Ohne den Mastenverkauf hätte der Reingewinn in den ersten neun Monaten von 39 Millionen auf 61 Millionen zugelegt. Auf der anderen Seite muss das Telekomunternehmen die Masten jetzt zurückmieten, was sich in den Kosten niederschlägt. Pro Jahr werden 35 Millionen Franken Miete fällig.
 
Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen (EBITDA) blieb stabil bei 444 Millionen Franken. Der Umsatz schrumpfte indes um 3,7 Prozent auf 1,345 Milliarden Franken. Ein Grossteil des Rückgangs ist durch die Senkung der Durchleitungsgebühren im Handynetz zustande gekommen, auf den sich Sunrise, Swisscom und Salt Anfang Jahr geeinigt hatten.
 
Beim Ausblick bleibt Konzernchef Olaf Swantee zuversichtlich: Für das Gesamtjahr rechnet Sunrise wie bisher mit einem Umsatz von 1,82 bis 1,86 Milliarden Franken und einem bereinigtem EBITDA von rund 600 Millionen Franken.
 
Welche Pläne die Nummer zwei im Schweizer Telekom-Markt verfolgt, kann man auf inside-channelsTV erfahren. In dessen Rahmen hat Christoph Hugenschmidt den Sunrise-CEO Olaf Swantee zu Bier und Diskussion eingeladen. (sda/ts)