Bau des EKT-RZs in Frauenfeld hat begonnen

Der Thurgauer Energieversorger EKT hat grünes Licht von den Behörden erhalten und baut ein neues Rechenzentrum. Dieses entsteht im bestehenden Unterwerk Frauenfeld West der EKT, das baulich entsprechend erweitert werde. Der Spatenstich erfolgte am 16. Oktober und die Bauarbeiten seien nun in Gange, wie das Unternehmen heute mitteilt.
 
Die EKT investiere insgesamt zehn Millionen Franken. Ab Sommer 2018 sollen in Frauenfeld bis zu 150 Racks auf rund 550 Quadratmetern Platz für Collocation- und Housing-Services bieten. Die Angebote sollen später erweitert werden.
 
Die Standortwahl sei aus zwei Gründen erfolgt, heisst es weiter. Zentral im Wirtschaftsraum Thurgau gelegen, sei das Datacenter gut erreichbar. Ausserdem laufe das Unterwerk Frauenfeld West seit Jahrzehnten ohne Stromunterbruch.
 
Kanton Thurgau ist ein Kunde
Zu den bereits bekannten Kunden des neuen Datacenter gehört der Kanton Thurgau. Dieser hat beschlossen nicht, wie zunächst geplant, ein eigenes, zweites RZ zu bauen, sondern sich im EKT-RZ einzumieten. Dadurch reduzierten sich zwar die Investitionskosten für den Kanton, doch fallen jährliche Mehrkosten von 400'000 Franken an.
 
Im Vorfeld wurde der Bau dieses Rechenzentrums heiss diskutiert. Es brauche kein Datacenter in der Region, denn der Bedarf sei zu gering, so die Kritiker. Ausserdem würde der Kanton Thurgau zu viel für die RZ-Leistungen bezahlen. Die dem Amt für Informatik verrechneten Mietkosten werden die üblichen Marktkonditionen nicht überschreiten, erklärte die EKT im Sommer gegenüber inside-channels.ch. (kjo)