Lenovo übernimmt PC-Geschäft von Fujitsu

Der Computer- und Smartphone-Hersteller Lenovo will das PC-Geschäft von Fujitsu übernehmen. Dies teilte Lenovo mit.
 
Die Chinesen wollen für die Übernahme mindestens 157 Millionen US-Dollar einsetzen. Je nach Geschäftserfolg können bis zu 269 Millionen Dollar fällig werden.
 
Lenovo hat anspruchsvolle Zeiten zu meistern, das klassische PC-Geschäft schrumpfte während 12 Quartalen weil das Publikum mobile Devices wollte. Nur HP konnte im dritten Quartal 2017 zulegen.
 
Marktforscher prognostizieren aber, dass sich das PC-Business jetzt stabilisiere.
 
Aber auch die beiden anderen Lenovo-Kerngeschäfte, Smartphones und Server, liefen nicht wunschgemäss. Im Mobilfunkmarkt verlor Lenovo trotz der milliardenschweren Übernahme von Motorola an Boden. Und bei den Servern ist die Konkurrenz aggressiv.
 
Die Bemühungen von Lenovo trugen im zweiten Quartal erste Früchte, so bescheinigen Medien. Gleichentags publizierte Lenovo Zahlen für das zweite Quartal, das im September endete: PC-Auslieferungen plus 17 Prozent, Gewinn 139 Millionen Dollar (2016: 157 Millionen Dollar), Umsatz 11,8 Milliarden Dollar. Das war laut 'Reuters' besser als erwartet.
 
Der japanische Fujitsu-Konzern zählt nicht zu den Top-5 der PC-Hersteller.
 
Die Übernahme kommt nicht komplett überraschend. Lenovo und Fujitsu hatten im Oktober 2016 angekündigt, sie würden Kooperationen im PC-Business prüfen.
 
Die Anleger reagierten positiv, die Aktie legte um bis zu fünf Prozent zu. Damit setzt sich die Kurs-Erholung fort, auch wenn der 2015 erreichte Höchststand noch in weiter Ferne liegt. (mag)