"Das ist ein Commitment zum weiteren Wachstum"

Markus Mahler
Markus Mahler, CEO von Alltron und brack.ch, erklärt im Interview die Prioritäten und Ziele des neuen B2B-Bereichs von Competec.
 
Heute hat Competec eine Reorg bekanntgegeben: Man teilt sich neu in fünf Bereiche auf und bildet entsprechend die Geschäftsleitung um. Ganz neu ist der Bereich B2B, für den Walter Briccos verpflichtet wurde.
 
Eine Verständnisfrage: Umfasst der neue B2B bei Competec sowohl brack.ch wie Alltron?
Markus Mahler: Ja, es umfasst entsprechende Businessbereiche, also von Alltron und brack.ch Business.
 
Wieviele Mitarbeiter hat Walter Briccos nun unter sich?
Direkt führt er acht Abteilungs- und Teamleiter mit insgesamt um die 180 Mitarbeitenden. Aber das Organigramm vereinfacht die Situation, wir sind nach wie vor Matrix-orientiert: wir haben immer noch die drei Kanäle: Endkunden, Händler und Businesskunden und die Hersteller als weitere Dimension. Dies gilt auch für den neuen B2B-Bereich.
 
Für die meisten Mitarbeiter ändert darum auch nichts an Ihrer Aufgabe.
 
Matrix? Das klingt nach möglichen Kompetenzkonflikten.
Die drei Kanäle Handelskunden, Geschäfts- und Privatkunden sind eine Herausforderung, aber dies war auch bislang so. Wir sind der gelebte Channel-Konflikt. Wir werden mit der Aufteilung in die fünf Bereiche die Matrix auch nicht los. Und das ist auch gut so! Die drei Kanäle haben sich gut etabliert und unsere Mitarbeitenden gehen gut damit um, darum können wir diese Komplexität wie bislang perfekt leben.
 
Welche Prioritäten hat der neue B2B-Bereich?
Für die Mitarbeiter ändert sich nichts. Die Denkhaltung und die Ziele bleiben dieselben, wir bündeln im Bereich B2B wie auch im B2C-Bereich die Kompetenzen. Wichtig war für mich, dass beide Bereiche alles vereinen, von der Beschaffung – also der klassischen Elektronik – bis hin zum Vertrieb. Wir erhalten mit Walter Briccos jetzt zusätzliche Channel-Kompetenzen. Er weiss, welche Themen den Channel bewegen und was ansteht. Durch diese neue Nähe zwischen den Teams und deren Mitgliedern können wir jetzt Synergien besser nutzen.
 
Welche Synergien sind dies? Haben Sie ein Beispiel?
Wenn ein Vertriebsmann beispielsweise einen Business-Endkunden gewinnt, dann werden wir auch künftig nicht diejenigen sein, welche die Produkte installieren. Aber nun kann er dank der neuen Nähe zu seinen Bereichs-Kollegen besser querverlinken und sagen: "Bei Alltron haben wir Kunden, welche dies für dich können."
 
Woran werden Sie messen, ob die Reorganisation richtig ist?
Wir sind nun gut dafür aufgestellt, unser Wachstum zu managen. Für die bisherige Organisation war dies nicht mehr leistbar und es wurde immer mehr unter einem Kopf gebündelt. Das ist nun anders und besser.
 
Wir werden den Erfolg an der Entwicklung aller drei Kanäle messen. Unser Anspruch ist es, dass jeder Kanal für uns sehr wichtig ist. Die Organisationsveränderung ist das Committment zum Channel und zum weiteren Wachstum. (Interview: Marcel Gamma)