Reseller - Partner - Digitalisierer

Digitalisierung, das Verhältnis zu Microsoft und DSGVO waren die heiss diskutierten Themen an der gestrigen "Herbst-GV" der Schweizer IAMCP.
 
"In den nächsten 18 bis 24 Monaten wird sich die Mehrheit der Schweizer Firmen für eine Digitalisierungs-Strategie entscheiden und den Plattform-Entscheid fällen." Dies war die zentrale Aussage gestern von Microsoft-Schweiz-Chefin Marianne Janik an der Herbst-Generalversammlung von IAMCP Schweiz. IAMCP steht für International Association of Microsoft Certified Partners. Janik wiederholte, was von Microsoft schon an der Partnerkonferenz Inspire in Washington noch und noch zu hören war. Microsoft habe nie und nimmer genug Leute, um die weltweite Digitalisierungswelle zu bewältigen und ist mehr denn je auf Partner angewiesen.
 
Es liege nun an den Schweizer Microsoft Partnern, Projekte zu identifizieren und die richtige "Anflugschneise" bei Microsoft Schweiz zu finden, so Janik. Lob erntete Microsoft für die neu strukturierte Partnerorganisation. Dass der Partner Account Manager nun nach dem Umsatz der Partner gemessen wird, sei im Markt bereits spürbar und zwar positiv, so ein IAMCP-Mitglied.
 
Eine der interessantesten Initiativen von IAMCP Schweiz ist das Projekt dig:it now. Die Kooperation von rund 20 IT-Lösungsanbietern mit der Fachhochschule Nordwestschweiz kommt offenbar voran, wie ein kurzer Vortrag von IAMCP-Vorstandsmitglied Daniel Jäggli zeigte. Bis heute wurden 24 Coaches ausgebildet, die nun in der Lage sind, KMU mit einem standardisierten und erprobten Verfahren bei Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen.
 
Das Business-Netzwerk ist offenbar attraktiv: Gestern Abend meldeten sich vier weitere IAMCP-Mitglieder, die den Weg zu einem dig:it now Coach machen wollen.
 
GDPR: Horror oder Business-Opportunity?
Rechtsanwalt Jürg Schneider, Partner bei der bekannten und grossen Anwaltskanzlei Walder Wyss, gab einen Überblick über die infame EU-Datenschutzverordnung DSGVO oder in Englisch GDPR, die bekanntlich nächsten Mai in der EU in Kraft treten wird. Die Verordnung wird auch für Schweizer Dienstleister Folgen haben. Zumal werden viele Grundsätze aus der EU-Verordnung in der neuen, künftigen Version des Schweizer Datenschutzgesetzes abgebildet. Dieses wird aber weniger bürokratisch als die EU-Version ausfallen.
 
Auffallend war, wie gross das Interesse der IAMCP-Mitglieder an den Auswirkungen der GDPR war. Der Apéro verspätete sich angesichts der angeregten Diskussion und der vielen Fragen an den IT-Rechtsexperten markant. (hc)
 
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