Hiag Data steigt von Open-Source-Speicher auf Cloudian um

Der Zürcher IaaS-Anbieter Hiag Data mit Sitz in Zürich und einem zweiten Rechenzentrum in Biberist hat ein neues objektbasiertes Speichersystem eingeführt. Lieferant ist der amerikanische Cloud-Speicheranbieter Cloudian, der seit Anfang Jahr auch über den Disti ADN (BCD-Sintrag) einen Vertrieb für die DACH-Region unterhält. Das US-Unternehmen bietet Amazon-S3-kombatiblen (Simple Storage Service) Objektspeicher sowie vorkonfigurierte Hardware für den Einsatz vor Ort oder für Hybrid-Cloud-Lösungen.

Bei Hiag Data schreibt man, dass die zuvor verwendete Open-Source-Speicherplattform Ceph abgelöst wurde. Sie sei "immer komplexer zu verwalten" gewesen und "verursachte hohen Arbeitsaufwand, sobald Kapazitäten hinzugefügt wurden", so die Begründung. Bisher sei die flexible Skalier- und Verwaltbarkeit wegen des Fehlens der benötigten Mandantenfähigkeit und S3-API-Kompatibilität nicht möglich gewesen. Als "einzige Lösung" sei Cloudian Hyperstore infrage gekommen, heisst es weiter. Die Evaluation habe bei der Rapperswiler Zstor gelegen.
 
Dort hält man fest, dass Cloudian volle Kompatibilität mit einer S3-API biete und einen umfangreichen Satz an Mandantenfunktionen wie ein Self-Service-Portal, Kontrollmechanismen für die Servicequalität sowie Messungs- und Kostenaufschlüsselungsfunktionen liefere. Zudem seien Storage-Tiering-Funktionen integriert, mit der hybride, private und public Clouds unterstützt würden. Laut Mitteilung heisst das für Hiag Data, man liefere nun einen hybriden Ansatz, mit dem Kunden ihre gesetzlichen Compliance-Anforderungen erfüllen können. (vri)