"Im Schweizer E-Commerce wird es eine Bereinigung geben"

Umsatzverteilung Schweizer Top-100 Onlineshops 2016. Quelle: EHI, Statista, Carpathia; Grafik: Carpathia 2017
Die Top-10-B2C-Onlineshops generieren in der Schweiz über die Hälfte des gesamten Onlineumsatzes der 100 stärksten E-Commerce-Player, wie Zahlen von Carpathia zeigen. Um genau zu sein, sind es mit 2,91 Milliarden Franken 53,4 Prozent des Umsatzes, die von zehn Unternehmen erwirtschaftet werden. Insgesamt setzten die Top-100- B2C-Onlineshops 5,4 Milliarden Franken um.
 
Zu den zehn umsatzstärksten Onlinehändlern gehören die bekannten Player wie Digitec, Amazon, Brack oder Microspot. Aber auch der chinesische Anbieter Aliexpress schaffte es mit geschätzten 130 Millionen Franken E-Commerce-Umsatz im Jahr 2016 in der Schweiz auf den achten Rang. Und dies, ohne dass hierzulande grosse Marketingkampagnen durchgeführt worden sind.
 
Wie die E-Commerce-Spezialisten von Carpathia in einem aktuellen Blogeintrag betonen, wachsen grosse Händler schneller als das Mittelfeld. Aber auch kleine Shops, die eine klare Nische besetzen, weisen demnach eine höhere Dynamik auf. In den kommenden Jahren geht Carpathia von einer Bereinigung aus. Neben Geschäftsaufgaben dürfte es auch vermehrt zu Übernahmen kommen. Die grossen Player, so der Blogeintrag, könnten ihr Wachstum mit Akquisitionen zusätzlich beschleunigen. (kjo)