Cisco verkauft Daten­virtualisierungs-Business an Tibco

Cisco verkauft Teile des Daten­virtualisierungs-Business, darunter die Lösung Cisco Information Server inklusive Support- und Beratungsdienstleistungen, an Tibco. Es handelt sich um die Produkte des vor vier Jahren übernommenen Unternehmens Composite. Damals zahlte Cisco 180 Millionen Dollar für den Daten­virtualisierer. Wie viel Geld Tibco nun bezahlt, gibt der Käufer nicht bekannt. Der Deal soll noch in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.
 
Das US-Unternehmen Tibco wolle mit der Übernahme das Analytics-Portfolio stärken, so die Mitteilung. Die Cisco-Technologie könne auf vielfältige und komplexe Sets von Enterprise-Datenspeicher zugreifen und eine "virtuelle" Datenschicht für Analytics-Dienste bereitstellen, ohne die Quelldaten zu stören oder die Daten in ein separates Data Warehouse extrahieren zu müssen, so die Mitteilung.
 
Der 1997 gegründete Softwarehersteller Tibco ging 1999 an die Börse und wurde 2014 von Vista Equity Partners für 4,3 Milliarden US-Dollar übernommen. Tibco bietet Analytics- und Event-Processing-Software und zählt eigenen Angaben zufolge 10'000 Kunden. Ende 2015 beschäftigte das Unternehmen mit Hauptsitz in Palo Alto knapp 4500 Mitarbeitende. (kjo)