Überholt Grasshoppers dank Digitalisierung den FCZ?

SAP Sports One (Screenshot aus Werbevideo)
Sowohl sportlich wie bei den Zuschauerzahlen hinkt der Grasshoppers Club dem Stadtrivalen FC Zürich aktuell hinterher.
 
Dafür ist GC dem FCZ (wie auch allen anderen Schweizer Fussball-Spitzenclubs) in Sachen Digitalisierung voraus: Seit kurzem ist GC nämlich dabei, "SAP Sports One" zu implementieren. Mit der Lösung, so schreibt der Club, "können künftig alle wichtigen Informationen rund um die Spieler, die Spiele und die Trainingseinheiten systematisch gesammelt, analysiert und für alle relevanten Bereiche eingesetzt werden."
 
Die Lösung ermögliche Einsicht in Management-, Scouting-, Coaching-, Trainings- und medizinische Prozesse, wie SAP erläutert. So können der Staff nun standardisierte Trainings-Informationen für Spieler ablegen und deren individuelle Trainingspläne optimieren. Auch Fitness- und Performance-Daten werden erhoben, welche man dann auf der Cloud-Plattform in Echtzeit analysieren kann. Es sei neu, dass Sportclubs Daten in einem Tool zusammenführen, verknüpfen und aktualisieren könnten, so SAP beim Launch vor zwei Jahren.
 
Aber das Sammeln und Auswerten von Daten gilt nicht nur für die hochbezahlten Profis, auch die Nachwuchsabteilung soll die Lösung nutzen. Klar, wenn man bedenkt, wie wichtig und potentiell lukrativ Talent-Scouting in den eigenen Reihen ist.
 
Die aktuelle Version von SAP Sports One ist seit 2015 verfügbar. Und wer, ob als GC- oder FCZ-Fan, sich über das sportliche Potential der Lösung Gedanken macht, der soll das aktuelle Bundesliga-Geschehen verfolgen: Hoffenheim, Club des SAP-Gründers Dietmar Hopp, setzt die Plattform ein, aber auch Bayern München, Hertha BSC, Nürnberg und Werder Bremen. Ebenso die deutsche Nati.
 
Die Hoffnungen von GC sind aber noch recht bescheiden: "Entscheidend ist es, die Daten richtig zu interpretieren und damit unsere Spieler besser zu machen oder auch Verletzungen zu verhindern", lässt sich GC-Sportchef Mathias Walther zitieren. (mag)