Luxoft kauft Zuger Avaloq-Partner Unafortis

Der 2004 gegründete Schweizer Avaloq-Dienstleister Unafortis wird von der Luxoft Holding mit Hauptsitz in Zug übernommen, wie die Unternehmen mitteilen. Damit vertiefe man die eigene Expertise im Avaloq-Bereich und könne eine globale Kundenbasis anzusprechen, so Luxoft. Unafortis beschäftigt eigenen Angaben zufolge gut 40 Berater, darunter 30 Avaloq-Experten. Neben dem Zuger Hauptsitz ist der IT-Dienstleister mit einer Niederlassung in London präsent.
 
Der Excelian Financial Services genannte Bereich der Luxoft Holding stammt aus einer Übernahme in Grossbritannien im Jahr 2014. Laut dem aktuellen Fintech-Ranking von IDC liegt die Zuger Holding auf Rang 40 der 100 umsatzstärksten, im Finance-IT-Bereich tätigen Unternehmen.
 
Luxoft plane, über die hauptsächlich schweizerische Klientel von Unafortis hinaus Avaloq-Dienstleistungen zu erbringen. Gemeinsam mit Avaloq wolle man die Kundenbasis im Bereich Vermögensverwaltung und Private Banking auszubauen. Konkret wolle man ein Team bestehend aus 150 bis 200 Ingenieuren aufbauen. Dieses bestehe auch aus Mitarbeitenden des kürzlich übernommenen auf den Finanzbereich spezialisierten IT-Beraters DerivIT aus Singapur. Als Zielmärkte nennt Luxoft die APAC- und Nordamerika-Regionen, Grossbritannien sowie Deutschland.
 
"Es handelt sich um eine strategisch wichtige Akquisition, die uns hilft, unser Finanzdienstleistungsgeschäft ausserhalb unserer Kernkompetenz Investment Banking zu diversifizieren", kommentiert Dmitry Loschinin, President und CEO von Luxoft. (kjo)