Glasfaser: Init7 beschwert sich über Swisscom

Die Schweizerische Lauterkeitskommission hat heute ein Couvert erhalten von der Winterthurer Init7. Inhalt: Eine Beschwerde gegen Werbung von Swisscom. Das Thema der Beschwerde: Glasfaser, beziehungsweise das Fehlen von Glasfaser auf neuralgischen Metern in der 7000-Seelen-Gemeinde Seuzach in der Agglo von Winterthur.
 
"Wir haben für Sie in Seuzach das Netz auf Glasfaser ausgebaut", wirbt Swisscom. "Stimmt nicht!" "Das ist unfaire, unehrliche Werbung!", sagt der Internet-Anbieter Init7 in der uns vorliegenden Beschwerdeschrift in Juristendeutsch.
 
Und was stimmt an der harmlos wirkenden Formulierung vom "Ausbau" denn nicht? Sie ist aus Sicht Init7 missverständlich, denn das Glasfaserkabel der Swisscom reiche nicht bis in die Wohnung, sei also nicht "Fibre-to-the-Home".
 
Das Glasfaserkabel endet vielmehr an der Hauswand oder in der Strasse. Die "letzte Meile" in die Wohnung bilde weiterhin das klassische Kupferkabel ("gewöhnlicher Telefondraht"). Und dies sei kein "Ausbau" im umgangssprachlichen Sinne, so die Beschwerde.
 
Ganz abgesehen davon, so die Beschwerdeschrift, sei die Upload-/Download-Bandbreite von Glasfaser mit Kupfer auch nicht zu erreichen. Was man in Seuzach gerne vor Ort beweisen könne.
 
Swisscom teilt die Meinung von Init7 nicht.
 
Die Schweizerische Lauterkeitskommission ist kein Gericht, sondern die neutrale, unabhängige Institution der Kommunikationsbranche, welche als Wächter für faire, ehrliche Werbung fungiert. (mag)