Walter Briccos sucht neue Aufgabe

Ende September verlässt Walter Briccos nach zwei Jahren die Chefetage des Logistik-Dienstleisters Polysys. Dass der frühere, langjährige Schweiz-Chef vom Druckerhersteller Oki, ab 2013 verantworte er auch die Geschäfte in Österreich und den Benelux-Ländern, sich neu orientieren will, wurde schon seit einiger Zeit gemunkelt. Ausgeplaudert hat es nun der 'IT Reseller', dem Briccos seinen Abgang soeben bestätigte.

Auch im Gespräch mit inside-channels.ch unterstreicht der 57-Jährige noch einmal, dass es in der Logistik- und Transportbranche einfach zu wenig gefunkt habe: "Der Handel fehlt mir". Um ein 250-köpfiges Unternehmen zu führen, müsse man für die Sache brennen, begründet Briccos den Abschied. Dieses Feuer habe in den letzten zwei Jahren aber nicht in der erwarteten Form gebrannt. Der Abgang sei deshalb auch gegenüber den Mitarbeitern nur ehrlich, fügt er an.
 
Er trenne sich von seinem Posten als Geschäftsführer des Planzer-Tochterunternehmens sehr im Guten, stellt er deutlich klar. Sein interimistischer Nachfolger, Polysys-Verwaltungsrat und Planzer-Geschäftsleitungsmitglied Heinz Wiedemeier, habe bereits die Geschäftsführung übernommen. Ein neuer Polysys-CEO werde nun gesucht. Briccos wird Wiedemeier noch bis zu seinem Ausscheiden aktiv zu Seite stehen.
 
Wo er künftig arbeiten wird, lässt Briccos offen. Tendenziell ziehe es ihn in den Handel, doch lasse er sich alle Optionen offen. Er könne sich auch eine Aufgabe im breiten Feld des Channels oder im Business-Development vorstellen, fügt er an. Sicher sei nur, dass es eine Aufgabe sein müsse, für die er wieder brennen kann. Dabei spiele die Firmengrösse keine Rolle. Ob Einmannunternehmen (also Selbstständigkeit) oder 1000 Mitarbeiter – die Position oder der Titel auf der Visitenkarte spielen keine Rolle, so ein am Telefon wie bei jeder der persönlichen Begegnungen der letzten Jahre immer optimistischer und zuversichtlicher Briccos. (vri)