Toshiba reicht beglaubigte Zahlen nach und bleibt an der Börse

Die von einem Wirtschaftsprüfer beglaubigten Zahlen von Toshiba für das letzte Geschäftsjahr sind endlich publiziert: Demnach erzielte der Konzern einen Reinverlust von knapp 8,5 Milliarden Franken, wie das Unternehmen in Tokio mitteilte.
 
Das 142-jährige Konzern kann eine sofortige Dekotierung von der Tokyo Stock Exchange (TSE) vorläufig abwehren, nachdem man bereits im August die erste japanische Börsenliga verlassen musste und nicht mehr im Leitindex Nikkei 225 gelistet ist. Ausschlaggebend für den Verbleib an der Börse war, dass die verzögerten Finanzergebnisse vom Wirtschaftsprüfer PwC teilweise genehmigt wurden.
 
Der Abschlussprüfer erteilte jedoch auch eine "negative Stellungnahme", weil die internen Kontrollen bei Toshiba bei den hohen Verlusten im Zusammenhang mit dem übernommenen US-Atomkraftunternehmen Westinghouse Electric versagt hätten. Ausserdem seien die Zahlen zu spät verbucht worden. (sda/ts)