Management-Buyout bei Infoniqa

Urs R. Tschudin (rechts) und Roger Hegglin: Eigentümer von Infoniqa SQL.
Die langjährigen Manager Urs R. Tschudin und Roger Hegglin haben im Rahmen eines Management-Buyouts die Mehrheit von Infoniqa SQL erworben.
 
Seit Ende Juli 2017 sind die beiden langjährigen Manager Urs R. Tschudin und Roger Hegglin die Eigentümer von Infoniqa SQL. Durch ein Management-Buyout haben sie die Mehrheitsbeteiligung des deutschen Inverstors Cornerstone Capital erworben. Hegglin amtet seit 2011 als CEO und wird diese Rolle weiter innehaben, Tschudin bleibt Delegierter des VR sowie Verwaltungsratspräsident. "Da die Beteiligung von Cornerstone auf fünf Jahre beschränkt war, haben Roger Hegglin und ich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und das Unternehmen vollständig übernommen", kommentiert Tschudin die Übernahme.
 
Als Unternehmer hätten die beiden Manager nun bedeutend mehr Entscheidungsfreiheit bezüglich Investitionen und der geschäftlichen Ausrichtung. Die neuen Besitzer wollen nun "den Ausbau der Kundenbasis im Cloud-Business sowie die Angebote und Services weiter vorantreiben", sagt Tschudin weiter.
 
Bewegte Unternehmensgeschichte
Als bewegt kann man die Geschichte des Systemintegratoren getrost bezeichnen: Mitte 2007 wurde die ehemalige SQL AG an die Infoniqa Holding GmbH in Wien verkauft. Im März 2008 folgte der Kauf von T-Systems Romandie sowie die anschliessende Fusion mit Infoniqa Schweiz.
 
Anfang 2012 haben die beiden Minderheitsaktionäre Tschudin und Hegglin, mit Unterstützung des deutschen Private Equity-Unternehmens Cornerstone Capital, Infoniqa Schweiz aus der Holding ausgekauft und den Systemintegratoren damit wieder zu einem selbständigen Schweizer Unternehmen gemacht. In die Zeit der deutschen Beteiligung fielen auch die Übernahmen von GlassHouse Technologie im Jahr 2016 sowie des Zuger Storage-Spezialist Hirt Informatik im vergangenes Jahr.
 
Nun haben Tschudin und Hegglin mittels Management-Buyout sämtliche Anteile erworben und sind damit zu 100 Prozent die Eigentümer des Unternehmens. Zuletzt setzte der Systemintegrator rund 45 Millionen Franken um und beschäftigte 70 Mitarbeitende. (kjo)