UPC: Mehr Kunden aber weniger Umsatz

Eric Tveter, CEO UPC
Der Kabelnetzbetreiber UPC hat im zweiten Quartal weniger eingenommen. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 1,9 Prozent auf 334 Millionen Franken. Das ist der zweite Rückgang hintereinander. Im ersten Quartal 2017 hatte der grösste Kabelnetzbetreiber der Schweiz den ersten Umsatzknick seit Mitte 2009 erlitten. Der Wettbewerb habe sich in jüngster Zeit intensiviert, stellte UPC-Chef Eric Tveter damals fest.
 
Insgesamt sank der Umsatz im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahressemester um zehn Millionen auf 667 Millionen Franken. Bei den Kunden konnte UPC mit einem Zuwachs in der Telefonie und im Internet (+27'000) den Rückgang beim Kerngeschäft Fernsehen (-19'000) wettmachen.
 
UPC-Chef Tveter zeigte sich in einem Communiqué von heute zuversichtlich: "Ich bin überzeugt, dass wir trotz des Umsatzrückgangs auf dem richtigen Weg sind." Man habe vor kurzem neue Abos für das Mobilfunk- und das Kabelnetzangebot lanciert. Daneben habe man im zweiten Quartal im Rahmen des Investitionsprogramms 12'000 Haushalte in der Schweiz und in Österreich an das Glasfasernetz angeschlossen. Bis Ende nächsten Jahres sollen bis zu 200'000 zusätzliche Haushalte erschlossen werden, wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht.
 
Hoffnungen setzt der Konzernchef auf das Sportangebot, bei dem UPC ein paar aufsehenerregende Erfolge im Ringen mit Swisscom gelangen. So hat sich UPC die Übertragungsrechte für die Schweizer Eishockeymeisterschaft gesichert. Zudem ergatterte sich das Unternehmen die Ausstrahlungsrechte der Fussball-Bundesliga für die nächsten vier Jahre auf Kabelnetzen und im TV über die Internetleitung (IPTV). Die Konkurrenten Swisscom und Sunrise müssen für die Bundesliga-Spiele mit der App des deutschen Bezahl-TV-Anbieters Sky vorlieb nehmen. (sda/kjo)