Cognizant hat über 4000 Jobs gestrichen

Der amerikanisch-indische IT-Dienstleister Cognizant hat im vergangenen Quartal rund 4400 Stellen gestrichen. Im Vergleich zu Tata, Infosys oder Tech Mahindra handle es sich damit um eine der stärksten Stellenkürzungen, schreibt die 'Economic Times of India' ('ET'). Insgesamt beschäftigte Cognizant mit 256'800 Mitarbeitenden per Ende Juni knapp zwei Prozent weniger Angestellte als drei Monate zuvor. Vor einigen Wochen bereits gab es Berichte, Cognizant werde 6000 Jobs oder mehr abbauen.
 
CFO Karen McLoughlin erklärte nun im Rahmen der Präsentation des Quartalsergebnisses, dass man in neue Bereiche investiere und damit auch Stellen schaffe. Ausserdem stecke man mehrere Dutzend Millionen Dollar in die Weiterbildung der Angestellten. Etwa soll das Know-how in den Bereichen Analytics, Künstliche Intelligenz, Security und Data Science ausgebaut werden.
 
Umsatz leicht über den Erwartungen
Für das zweite Quartal weist Cognizant einen Umsatz von 3,67 Milliarden Dollar aus, was einem Wachstum von knapp neun Prozent im Jahresvergleich entspricht. Dies ist etwas mehr als Analysten laut 'ET' erwartet hatten. Der Nettogewinn belief sich auf 470 Millionen Dollar und hat sich damit im Jahresvergleich fast verdoppelt. In Europa stieg der Umsatz gar um über 22 Prozent. Vor allem in Frankreich und den Niederlanden könne man auf gute Geschäfte verweisen.
 
Ein Grossteil des Cognizant-Umsatzes stammt aus der Banken- und der Gesundheitsbranche. Im Segment Financial-Services stieg der Umsatz nur leicht auf 1,41 Milliarden Dollar. Vor allem grosse Banken seien derzeit zurückhaltend und würden versuchen, ihre Kosten zu optimieren, schreibt 'CRN'. Im Bereich Gesundheitsbranche verzeichnete Cognizant ein Umsatzplus von fast zehn Prozent auf etwas über eine Milliarde Dollar. (kjo)