Rackspace eröffnet DACH-RZ und rückt noch näher an AWS

Bereits seit 2015 ist Rackspace im Rahmen einer Partnerschaft AWS-Reseller und seit vergangenem Jahr ist das Unternehmen auch AWS-Premier-Partner. Nun gibt Rackspace bekannt, die Channel-Partnerschaft mit AWS zu erweitern. Die strategische Partnerschaft besteht laut Mitteilung aus drei wichtigen Komponenten, wobei aus der Mitteilung nicht hervorgeht, was brandneu ist und welche Leistungen Rackspace bis anhin schon erbracht hat.
 
Unternehmen erhalten über die "Solution and Migration Advisory Services" Zugriff auf AWS-spezifische Ressourcen von Rackspace für die Planung der Migration ihrer Anwendungen. Rackspace übernehme die Gestaltung der optimalen Systemarchitektur. Bei der zweiten Komponente handelt es sich um "Migration Service Delivery": Kunden sollen vom Know-how und der Betriebsunterstützung von Rackspace über den gesamten Migrationsprozess hinweg für eine Vielfalt an Workloads profitieren können. Mit der letzten Komponente, dem "Rackspace Advanced Migration Tooling", stehe Kunden eine Self-Service-Software innerhalb des Rackspace-Control-Panels zur Verfügung. Darüber können Kunden verschiedene Workloads zu AWS migrieren.
 
Rackspace eröffnet DACH-RZ
In Frankfurt hat Rackspace nun auch das erste eigene RZ in der DACH-Region eröffnet. Es handelt sich um das insgesamt zwölfte Rechenzentrum des Unternehmens. Das FRA1 genannte Datacenter ist eine brandneue Anlage im Zentrum von Frankfurt. Dort beschäftigt das Unternehmen elf Mitarbeitende, die laut 'Data Center Dynamics' die Applikationen auf der AWS- und der Azure-Cloud managen. Man decke in Frankfurt einen Grossteil des Portfolios ab, so die Infos auf der Rackspace-Website. Darunter dediziertes Hosting, VMware und Rackspace Private Cloud. Auch Shared- und dedizierte Storage-Optionen werden angeboten. Rapid Deployment und Rackspace Public Cloud gehören allerdings nicht zum Leistungsumfang von FRA1.
 
Schweizer Kunden für das Rechenzentrum in Deutschland zu gewinnen, sei keine Priorität, sagte uns DACH-Chef Alex im Gespräch. Das RZ sei, mit Blick auf den Brexit, eine Alternative zum Standort London. Man könne mit dem Standort in Deutschland die Datenhaltung in der EU anbieten, falls Kunden dies wünschen. (kjo)