MyFactory hat Transformation in die Cloud geschafft

Sämtliche Neukunden der letzten zweieinhalb Jahre des kleinen KMU-Software-Herstellers MyFactory haben die Software nicht mehr gekauft, sondern die Lösung in der "as-a-Service"-Version gemietet. Dies sagte uns MyFactory-Chef David Lauchenauer in einem kurzen Telefonat gestern.
 
Alle Module der Business-Software sind gemäss Lauchenauer voll cloud-fähig. Waren es bisher eher kleinere Firmen mit fünf bis zehn Usern, die sich von Cloud-Lösungen überzeugen liessen, so sind es nun auch die grösseren mit 50 bis 60 Usern.
 
Die Transformation vom Geschäftsmodell, Lizenzen und Dienstleistungen zu verkaufen, hin zu einem Cloud- und Mietmodell, ist auch finanziell schwierig. Denn statt die relativ grossen Erträge durch Lizenzverkäufe fallen nur noch kleinere, monatliche Mieterträge an. MyFactory hat gemäss Lauchenauer die Transformation finanziell aus eigener Kraft getragen. Was offensichtlich nicht einfach gewesen ist. Lauchenauer: "Wir mussten untendurch."
 
Neu auch bei ProCloud
Der Software-Hersteller betreibt keine eigene Cloud. Bisher wurde die Software in der Cloud von Swisscom betrieben. Neu kommt nun auch der kleine Cloud-Anbieter ProCloud dazu. Swisscom bleibt aber ebenfalls Partner von MyFactory, so Lauchenauer. Gewisse Kunden würden sich lieber auf eine starke Marke wie Swisscom verlassen. (hc)