"IoT Bridge": SAP bringt Sensor- mit Business-Daten zusammen

Anfang Jahr brachte der Softwarehersteller SAP seine Produkte und Services rund um IoT-Anwendungen unter ein gemeinsames Dach namens Leonardo. Vergangene Woche hat in Frankfurt die erste "SAP Leonardo Live"-Konferenz stattgefunden. Im Rahmen der Veranstaltung stellten die Walldorfer Neuerungen für das IoT-Portfolio und um die Bereiche Künstliche Intelligenz, Blockchain, Analytics und Big Data vor.
 
Ein wichtiges Thema der Konferenz sei insbesondere unter den Partnern und Kunden Predictive Maintenance gewesen, berichtet 'Silicon' von der Konferenz. "Ziel ist quasi der wartungsfreie Betrieb”, zitiert das Portal Daniel Holz, Deutschland-Chef des Unternehmens.
 
Eine der Ankündigungen war SAP Leonardo IoT Bridge. Dabei handle es sich um eine konfigurierbare, rollenbasierte digitale Einsatzzentrale, die Betriebsleitern Transparenz und Informationsgrundlagen für fundierte Entscheidungen und sofortiges Handeln biete, wie es in einer Mitteilung heisst. Das Produkt überbrücke die Lücke zwischen den Daten, die von Sensoren gesammelt werden und dem ERP-System des Unternehmens. So fliesse eine Fülle an Informationen "aus dem Feld" in die Business-Software. Mit dem Zusammenführen von IoT- und Business-Daten sollen Echtzeit-Informationen im Business-Kontext geliefert werden, heisst es in einem Blogeintrag des Unternehmens. Kontext gibt es etwa mit Informationen zu den Kosten oder den Service Level Agreements.
 
In der Produktionsbranche beispielsweise könnten ein Abteilungsleiter darauf hingewiesen werden, dass ein wahrscheinlicher Maschinenausfall bevorsteht. Gleichzeitig sehe der Manager, welche Auswirkungen der Ausfall der Maschine auf die gesamte Produktionskette hätte, welche Kosten entstehen und ob Kundenbestellungen dennoch abgewickelt werden könnten. Darüberhinaus könnte der Manager den Dienstplan anpassen, um mehr oder weniger Angestellte aufzubieten, wie SAP weiter schreibt. (kjo)