Rettung von Transtec gescheitert

Die Sanierung des mit Solvenzproblemen kämpfenden deutschen High-End-Assemblierer Transtec ist gescheitert. Noch Anfang Mai war die Eröffnung eines Insolvenz- und sogenannten Schutzschirmverfahrens beim zuständigen Gericht beantragt worden, um das Unternehmen mit einem modifizierten Konzept fortzuführen. Damals war die Rede davon, Ende Juli ein "Fitnessprogramm" abschliessen zu können, so dass Transtec künftig als "Lösungs- und Serviceanbieter für smarte IT-Lösungen" auftreten kann.
 
Nun heisst es in einer Adhoc-Meldung von gestern, dass der Verkauf einzelner Geschäftsbereiche angestrebt werde. Der Sanierungserfolg des Gesamtunternehmens sei zweifelhaft, schreibt Transtec weiter. "Trotz intensiver Bemühungen ist es Vorstand und Aufsichtsrat bisher nicht gelungen, einen Investor für die Transtec AG zu finden". Zwar habe es hoffnungsvoll stimmende Gespräche mit Interessenten gegeben, die aber ohne den gewünschten Erfolg geblieben seien.

Deshalb sei aus heutiger Sicht eine "Sanierung und Fortführung des Geschäftsbetriebs im Ganzen wenig realistisch", heisst es weiter. Mit Zustimmung des Aufsichtsrats und des vorläufigen Sachwalters hat der Vorstand deshalb entschieden, sich ab sofort "vorrangig um die Sanierung beziehungsweise Veräusserung einzelner Geschäftsbereiche zu bemühen". Was aus der hiesigen Dependance mit den noch verbliebenen drei Mitarbeitern wird, ist unklar. Weder in Brüttisellen noch in der deutschen Teppichetage des Unternehmens war eine Stellungnahme zu bekommen. (vri)