Infinigate vertreibt Anti-Whistleblower-Lösung von Securonix

Eigentlich müssten die Whistleblower Snowden und Assange Kickbacks aus der Security-Industrie erhalten. Bislang bescheren der Branche erfreuliche Umsätze in allen Facetten. "Hierzulande ist eine steigende Nachfrage nach Früherkennungssystemen für betriebsinterne Bedrohungen zu beobachten, da zahlreichen Firmen bewusst geworden ist, dass Insider-Attacken grössere Schäden verursachen können als externe Angriffe", lässt sich Michael Lüthold, Head of Business Unit Technology bei Infinigate, zitieren.
 
Entsprechend will der VAD im Whistleblower-Verhinderungs-Geschäft (fachlich korrekt "Insider Threat Management") mitmachen und hat einen Distributionsvertrag mit dem US-amerikanischen Hersteller Securonix abgeschlossen.
 
Als erster Distributor bieten die Rotkreuzer die Früherkennungsprogramme von Securonix in der Schweiz an, so die Mitteilung.
 
Die Insider-Threat-Management-Lösungen überwachen und analysieren in Echtzeit, wie sich ein Mitarbeiter verhält und sucht nach Auffälligkeiten. Man könne aber auch einen spezifischen Zeitraum definieren, ob jemand "verhaltensauffällig" wird.
 
Dahinter stecken Auszüge aus Log-Dateien, welche man anhand von Use-Cases Aussagen entlocken könne. Die Analyse-Tools beinhalten auch Machine Learning. Damit wolle man nicht die Mitarbeitenden in ihrem Verhalten steuern, betont die Mitteilung, "es geht um die Erkennung von Gefahren".
 
Am Infinigate IT Security Day will der VAD seinen Resellern und IT-Systemintegratoren detailliert aufzeigen, wie sich Schweizer Firmen vor Snowden-Nachahmern schützen können.
Securonix wurde 2008 gegründet, und sieht sich als Pionier im Bereich User and Entity Behavior Analytics (UEBA), einem Security-Markt, der laut Gartner seit 2015 substantiell wachse. (mag)