Schulen erneuern Rahmen­verträge für Microsoft-Lizenzen

Die Schweizer Fachstelle für Informationstechnologien im Bildungswesen educa.ch und Microsoft haben den Rahmenvertrag für Schullizenzen erneuert, der den Vertrag der Periode 2013 bis 2017 ablöst. Der neue Rahmenvertrag tritt am 1. August in Kraft und läuft bis 2020.
 
Besonders kleine Schulen müssen künftig mit höheren Ausgaben für Softwareprodukte rechnen. Denn bei einigen Produkten im Bildungsbereich hat Microsoft die Preise erhöht respektive die Rabatte gestrichen oder gekürzt, wie educa.ch in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Weil Sonderrabatte für kleine Auftragsvolumen wegfallen oder reduziert wurden, seien kleine Schulen am stärksten betroffen, sagte Mediensprecher Simon Graber auf Anfrage der Nachrichtenagentur 'sda'. So müssen Schulen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein für die Lizenzen mit rund zehn Prozent höheren Kosten rechnen.
 
Educa.ch bedauere die Preisanpassung von Microsoft. Dennoch würden die Schulen im Vergleich zu den üblichen Marktkonditionen zwischen 20 und 25 Prozent weniger bezahlen. Dank des Rahmenvertrags können die Schulen zu Konditionen einkaufen, die üblicherweise erst ab einem Bezug von 1000 Lizenzen gelten. Die Ausgaben für Lizenzprodukte variieren je nach Grösse der Bildungseinrichtung stark. Während kleine Schulen ab 500 Franken Lizenzen beziehen, liegen die Ausgaben bei den ganz grossen Einrichtungen laut Graber zwischen 250'000 und 500'000 Franken.
 
Abgesehen von der Preiserhöhung entspricht der neue Rahmenvertrag mit Microsoft Ireland Operations Limited in den Grundzügen der bisherigen Vereinbarung. Darin werden erstmals die rechtlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen für den Bezug von Microsoft-Produkten für Schweizer Schulen geregelt. Der neue Vertrag gilt bis 2020.
 
Die Schulen beschaffen die Microsoft-Produkte über Partner und Microsoft unterbreite dem Handelspartner eine Preisgestaltung basierend auf den im Rahmenvertrag vereinbarten Konditionen. Das US-Unternehmen könne aber die Weitergabe dieser Konditionen an die Schulen nicht vorschreiben und educa.ch habe keinen Einfluss auf die Preisgestaltung der Partner, so die Informationen auf der Website. (sda/kjo)