Memory-Knappheit lässt Halbleiter­markt wachsen

"Ein Engpass bei Memory-Chips sorgt für einen Boom im gesamten Halbleitermarkt", so ein Kommentar von Gartner-Analyst Andrew Norwood. 2017 werden die weltweiten Umsätze mit Halbleitern erstmals die 400-Milliarden-Dollar-Grenze überschreiten. Gartner prognostiziert für das Gesamtjahr einen Umsatz von 401,4 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von 16,8 Prozent gegenüber 2016 entspricht.
 
Laut dem Berater und Marktforscher wurde die 300-Milliarden-Marke vor sieben Jahren geknackt, mehr als 200 Milliarden Dollar Umsatz waren es erstmals im Jahr 2000.
 
Aufgrund der Speicher-Chip-Knappheit konnten die Hersteller ihre Preise für DRAM und NAND erhöhen, was zu höheren Umsätzen und Margen führte, schreibt Gartner. Samsung, als weltgrösster Hersteller von DRAM- und NAND-Speicher, profitiert davon am meisten. Dies gebe Samsung eine gute Chance, Intel erstmals vom Chip-Spitzenplatz zu schubsen. Intel, die Nummer eins im gesamten Halbleitermarkt hat diese Position seit 1992 inne. Samsung liegt seit 2002 an zweiter Stelle. Dahinter folgen gemessen an den Umsätzen im Jahr 2016 Qualcomm, SK hynix und Broadcom (ehemals Avago).
 
Gartner spricht aber sogleich von einer Memory-Speicher-Blase, die bereits in zwei Jahren zu platzen drohe. Für Samsung bestehe dann die Gefahr, zu verlieren was dieses und nächstes Jahr erreicht werde. (kjo)