Xing kauft Anbieter von HR-Software

Das Prescreen-Gründerteam: (stehend vlnr.): Andreas Altheimer, Nicolas Vorsteher, Robert Rainer, Markus Presle; (sitzend vlnr.): Alexander Birke, Constantin Wintoniak (CEO) und Dominik Hackl.
Der Betreiber des beruflichen Netzwerks Xing übernimmt den Anbieter des gleichnamigen Bewerbungs-Managementsystems Prescreen. Der Basiskaufpreis beträgt 17 Millionen Euro und kann sich beim Erreichen von gewissen operativen Zielen bis 2020 um Earn-Out-Zahlungen um fünf bis zehn Millionen Euro erhöhen, schreibt Xing.
 
Mittels den Applicant Tracking Systemen (ATS) wie jenes von Prescreen, können Personalsuchende den gesamten Prozess von der Vakanz bis hin zur Einstellung eines Kandidaten mit einer Software-Lösung managen. So können HR-Manager etwa Stellenanzeigen auf der eigenen Website sowie in Netzwerken und Stellenbörsen verbreiten, Bewerbungen dokumentieren und sortieren, einen Talentpool für die Besetzung künftiger Vakanzen anlegen oder Assessments durchführen. Ausserdem gibt es eine automatisierte Matching-Funktion.
 
Prescreen sei einer der am schnellsten wachsenden Anbieter von Applicant Tracking Systemen (ATS), schreibt Xing. Die cloud-basierte Lösung zähle rund 350 Unternehmenskunden, darunter etwa Bank Austria, Siroop oder Greenpeace. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Wien beschäftigt rund 30 Mitarbeitende, die nach der Übernahme alle an Bord bleiben sollen. Das gelte auch für das siebenköpfige Gründerteam rund um den CEO Constantin Wintoniak, das die Weiterentwicklung des Produktes vorantreiben soll.
 
Ein Fokus werde sein, Prescreen mit der bestehenden E-Recruiting-Produkten von Xing zu verbinden. Prescreen sei ein offenes System und könne auch mit anderen Netzwerken als Xing verbunden werden. Dies soll auch nach der Übernahme so bleiben. (kjo)