Düstere Wolken am ICT-Himmel

Der Stimmungsbarometer der Branche, der Swico ICT Index, ist im dritten Quartal 2017 deutlich um 3,6 Indexpunkte auf noch 106 Punkte gefallen. Der nun in der 31. Version vorliegende Index hat solch einen schlechten Wert erst sieben Mal ausgewiesen.
 
Wie der Wirtschaftsverband Swico als Herausgeber schreibt, erwartet diesmal "insbesondere das Segment Consulting eine deutlich negative Entwicklung im Vergleich zum Vorquartal". Der Indexwert sei hier um 10,6 Punkte auf noch 101,6 Punkte gefallen. Einzig der Indexwert des Segments IT-Services steige "um sehr vorsichtige 0,2 Punkte". Die Werte der Segmente Software und IT-Technology sinken um drei respektive einen Punkt, während das Segment IT-Technology mit noch 99,7 Punkten unter die 100-Punkte-Marke gefallen ist.
 
Positiv sei in den vier Segmenten der ICT-Branche nur, dass noch Umsatzwachstum erwarten wird, so der Wirtschaftsverband weiter. Wobei das allerdings nur bei Software und IT-Services als rentabel eingeschätzt wird, während bei IT-Technology und Consulting unrentables Wachstum erwartet wird: "Die vermutete Entwicklung der Betriebskosten reicht nicht, um die Rentabilität in den Segmenten zu halten".
 
Viel düsterer sieht es hingegen in den Segmenten Consumer Electronics und Imaging, Printing, Finishing aus, wo alle Indikatoren auf Pessimismus stehen. Dazu muss man wissen, dass hier die Erwartungen schon seit dem vierten Quartal 2014 unterhalb der 100-Punkte-Marke liegen. So resümiert der Swico denn auch, dass diese beiden Segmente die positive Entwicklung für das letzte Quartal nicht bestätigen konnten und wieder dem längerfristigen Trend folgen und weiter abfallen.

In den vier Segmenten der ICT-Branche soll sich im nächsten Quartal aber die Auftragslage positiv entwickeln und mehr Mitarbeiter eingestellt werden. Trotz der düsteren Aussichten heisst es, "die am häufigsten genannte Herausforderung ist nach wie vor das Gewinnen und Halten von guten Fachpersonen". Die ICT-Branche erwarten demnach einen Anstieg der Vakanzen.
 
Dass der Fachkräftemangel in den Branchen Consumer Electronics und Imaging, Printing, Finishing keine Rolle spielt, dürfte hingegen klar sein. Hier kämpfe man weiter mit den Wechselkursen und der damit verbundenen Verschiebungen beim Einkauf. (vri)