Huawei macht sich auch im Servermarkt breit

In den ersten drei Monaten dieses Jahres war der Server-Markt laut Gartner 4,5 Prozent rückläufig. "Das erste Quartal 2017 zeigt auf globaler Ebene einen Rückgang mit nur leichten Variationen in den Regionen", sagt Gartner-Analyst Jeffrey Hewitt. "Einzig im Raum Asien-Pazifik ist Wachstum zu verzeichnen".
 
Die Hersteller konnten den Absatz bei den grossen Cloud-Anbietern – den Hyperscalern wie AWS, Microsoft oder Google – zwar steigern, dies vermochte aber den Rückgang bei Endkunden nicht wettmachen, heisst es in einer Mitteilung. Sowohl grössere als auch kleine Unternehmen würden vermehrt auf die Alternativen Cloud und Virtualisierung zurückgreifen, statt selbst in weitere Hardware zu investieren.
 
Am Umsatz gemessen bleibt HPE gemäss Gartner die Nummer eins im globalen Server-Markt. Der Umsatz ging jedoch um 8,7 Prozent auf drei Milliarden Dollar zurück. Dies entspricht einem Anteil von etwas über 24 Prozent. Mit einem Anteil von 19 Prozent am gesamten Server-Umsatz liegt Dell EMC auf Platz zwei. Der Umsatz von Dell EMC im Server-Business stieg im Jahresvergleich um fast fünf Prozent auf 2,37 Milliarden Dollar. Gemessen an abgesetzten Geräten liegt Dell EMC mit einem Marktanteil von rund 18 Prozent knapp vor HPE. HPE setzte gemäss Gartner fast 17 Prozent weniger Geräte ab als noch vor einem Jahr.
 
Huawei schafft es gemessen am Umsatz nicht in die Top fünf des globalen Server-Marktes, liegt aber gemessen an abgesetzten Geräten neu vor Lenovo auf Rang drei. Der Hersteller konnte den Absatz um fast 20 Prozent steigern und hat neu einen Marktanteil von rund sechs Prozent. Noch grösseres Wachstum verzeichnete nur Inspur Electronics. Der Server-Absatz des ebenfalls chinesischen Herstellers stieg um 27 Prozent.
 
Mit jeweils einem Anteil von 6,6 Prozent am gesamten Server-Umsatz liegen IBM und Cisco etwa gleich auf. Wobei der Umsatz von 'Big Blue' etwas höher war als jener von Cisco, so Gartner.
 
IDC hat ebenfalls Zahlen zum Servermarkt vorgelegt. Diese entsprechen etwa den Ergebnissen von Gartner, wobei IDC den Umsatz von IBM etwas tiefer einschätzt als Gartner. (kjo)