Avaya-Teilverkauf definitiv, Schweizer Headcount steigt

Extreme Networks übernimmt per 1. Juli definitiv das Netzwerkgeschäft von Avaya, dies bestätigt Avaya-Schweiz-Chef Patrik Spörri auf Anfrage. Der Verkaufspreis liegt tatsächlich bei 100 Millionen Dollar, aber zusätzlich dürften Schulden übernommen werden.
 
Bekanntlich ist der Telekommunikations- und Netzwerkausrüster mit rund 6,3 Milliarden Dollar verschuldet und flüchtete letzten Januar in ein Konkursverfahren nach US-amerikanischem Recht ("Chapter 11").
 
Zusätzlich rechnet man bei Avaya damit, dass eine Umschuldung erreicht werde und sich ein neuer Partner mit vier Milliarden einkaufen werde, so Spörri. In der Folge würden sich die Private-Equity-Besitzer Silver Lake Partners und TPG Capital "befreien". Ende Juli, so die Hoffnung, sei "Chapter 11" Geschichte und auch Zinszahlungen von 500 Millionen Dollar pro Jahr werden hinfällig.
 
Noch ist nicht ganz klar, was der Verkauf für die Schweiz bedeute, so Spörri. Man mache bei Avaya mit den bisherigen Kunden alle Projekte weiter wie bislang und habe auch kein Projekt gestoppt. Da Extreme in der Schweiz nicht vertreten sei, werde man auch eine Lösung finden, indem Avaya die Kunden weiterhin betreue.
 
Die Fokussierung auf neue, Software-relante Themen ist in der Schweiz am Laufen und man hat vier neue Partnerschaften geschlossen. Mit Choobs aus Genf, Novalink, CIS und Engelbart Software.
 
In der Schweiz investiert Avaya auch: Man unterstützt Partner mit Know-how und plant, das 31-köpfige Team um bis zu fünf Mitarbeitende aufzustocken.
 
Überhaupt laufe das operative Geschäft bei Avaya 2017 sehr gut und man habe 25 Prozent Marge im Geschäft, versichert Spörri. (mag)