Swantee holt Wigger zu Sunrise

Robert Wigger
Sunrise-Boss Olaf Swantee holt mit Robert Wigger einen alten Bekannten aus Compaq-Zeiten in die Teppichetage.
 
Swantee, Brandmeier, Wigger: Was vereinigt die drei Top-Manager des Swisscom-Konkurrenten Sunrise? Sie alle waren in grauer Urzeit gleichzeitig bei Compaq Schweiz. Nun sind sie wieder zusammen: Olaf Swantee als CEO von Sunrise und Ralf Brandmeier als interims-Chef von Sunrise Business. Robert Wigger wird per 1. September als Chief Business Officer dazustossen. Brandmeier wird sich danach wieder um die Transformation und Digitalisierung des Telcos kümmern.
 
Während Swantee und Brandmeier bereits beim britischen Mobilfunkanbieter EE zusammenarbeiteten, blieb Wigger über viele Jahre bei Compaq, respektive Hewlett Packard. Zuletzt war er für das wichtige Business mit Service-Providern, also Telcos, in ganz Europa im Range eines Vice Presidents verantwortlich.
 
Sunrise hatte in den letzten Jahren mit seinem B2B-Arm kein gutes Händchen. Die Manager wechselten fast im Jahresrythmus. Man sprach viel von Kontinuität, die es in Wirklichkeit aber nicht gab. So sagte der damalige Sunrise-Business-Chef Jon Erni im Januar 2012, er stehe für Langfristigkeit, verliess den Provider aber nur acht Monate später. Sein Nachfolger Jörg Denzler sagte ein Jahr später "Wir brauchen jetzt Kontinuität", zwei Jahre darauf wurde ihm Markus Naef an die Seite gestellt. Auch Naef ging zwei Jahre später.
 
Wir sind gespannt, ob es Swantee und seiner "Compaq-Seilschaft" gelingen wird, Sunrise Business als Alternative zur übermächtigen Swisscom (und SPIE) zu etablieren.
 
Swantee will übrigens von einer "Seilschaft" nichts wissen. Man habe verschiedene Kandidaten für die Vakanz evaluiert und habe gezielt nach einem Manager gesucht, der Erfolge beim Aufbau einer Verkaufsorganisation nachweisen könne. Mit Wigger habe man die ideale Führungspersönlichkeit für diese Herausforderung gefunden, lässt er über die Sunrise-Sprecherin Therese Wenger ausrichten. (Christoph Hugenschmidt)