Enterprise-Software-Sparte von Lexmark verkauft

Das Private-Equity-Unternehmen Thoma Bravo übernimmt Lexmark Enterprise Software.
 
Seit rund einem Jahr ist Lexmark in chinesischer Hand. Ein Investorenkonsortium unter der Führung von Apex Technology und PAG Asia Capital haben den Druckerhersteller für 3,5 Milliarden Dollar übernommen. Nun wird ein Teil von Lexmark an Thoma Bravo abgespaltet. Das Private-Equity-Unternehmen übernimmt die Enterprise-Software-Sparte von Lexmark, die sich aus Kofax, Readsoft und Perceptive Software zusammensetzt.
 
Ein Übernahmepreis wird nicht bekannt gegeben. Der Deal soll im dritten Quartal abgeschlossen werden, so die Mitteilung. Die Finanzierung der Transaktion erfolge durch die Credit Suisse, Goldman Sachs und UBS.
 
Perceptive geht an Hyland
Lexmark hatte Perceptive Software 2010 für 280 Millionen Dollar übernommen. Nach dem Thoma-Bravo-Deal wird Perceptive Software an Hyland Software weiterverkauft. Hyland ist ein zu Thoma Bravo gehörender Anbieter von Enterprise-Content-Management-Software. Das Unternehmen wird von Bill Priemer geleitet.
 
Kofax und Readsoft werden unter der Marke Kofax ein neues und unabhängiges Thoma-Bravo-Unternehmen darstellen. Der aktuelle Präsident von Lexmark Enterprise Software, Reynolds C. Bish, wird das neue Unternehmen leiten, so die Mitteilung weiter.
 
Lexmark hatte Kofax vor rund zwei Jahren übernommen. Mit dem Zukauf wollte der Druckerhersteller das Enterprise-Software-Geschäft vergrössern, um die schwindenden Umsätze im traditionellen Druckergeschäft wettzumachen. Mit Berufung auf chinesische Quellen berichtete 'Reuters' vergangene Woche, dass Kofax für rund 1,35 Milliarden Dollar zum Verkauf stehen soll. (kjo)