UPC: Umsatz sinkt im ersten Quartal

Der Umsatz der Kabelnetzbetreiberin UPC in der Schweiz ist im ersten Quartal 2017 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 1,3 Prozent auf 333 Millionen Franken gesunken. Der Wettbewerb habe sich in jüngster Vergangenheit intensiviert, teilt UPC heute mit.
 
Trotz leichtem Umsatzrückgang sei UPC für die kommenden Quartale guter Dinge, lässt sich UPC-Chef Eric Tveter in der Medienmitteilung zitieren. Das Unternehmen habe im ersten Quartal viel in den Sport-TV-Sender MySports und das Programm Autostrada investiert, zudem habe man die Kundenzufriedenheit erneut steigern können.
 
Die Entwicklung der Kundenzahlen war im ersten Quartal uneinheitlich. Im TV-Geschäft sank sie gegenüber dem Stand von Ende 2016 um 11'000 Abonnenten. Dabei war der Rückgang im Premium-Bereich (minus 3000 auf 672'000) laut den Angaben weniger ausgeprägt als im Basic-Bereich (minus 8000 auf 569'000).
 
Kunden verloren hat UPC auch beim Breitband-Internet (minus 5000 auf 745'000). Auf der anderen Seite stieg die Zahl der Kunden in der Telefonie: In der Festnetztelefonie um 6000 auf 518'000 und im Mobilfunk um 5000 auf 85'000.
 
Im letzten Quartal 2016 war der grösste Wachstumstreiber noch die Telefonie gewesen, wenn auch bislang als kleinste Sparte.
 
Zufrieden zeigt sich die Tochter des Liberty-Global-Konzerns mit der Entwicklung im Geschäftskundensegment, in welchem man den Umsatz im Vorjahresvergleich um sechs Prozent gesteigert habe. Man wolle "künftig die ganze Palette von Telekommunikations-Lösungen für Geschäftskunden anbieten können", so die Mitteilung.
 
Weitere Pläne dürften die Branche zum Nachdenken anregen: Laut 'NZZ' erwägt der Konzernchef von Liberty Global, in der Schweiz neben der Swisscom zweiter nationaler Telekomanbieter zu sein. Ausserdem kursieren Gerüchte, Salt plane den Einstieg ins Festnetzgeschäft. (sda / mag)