Apple bekräftigt: Wir investieren ins PC-Business

Apple hat für einen hauptsächlich im harzigen Consumer-IT-Umfeld tätigen Konzern eigentlich gute Quartalszahlen vorgelegt. Der Gesamtumsatz stieg im zweiten Quartal seines aktuellen Geschäftsjahrs, das am 1. April 2017 endete, im Vergleich zum Vorjahr um knapp fünf Prozent auf 52,9 Milliarden Dollar. Der Reingewinn stieg ebenfalls um knapp fünf Prozent auf elf Milliarden Dollar.
 
Der Apple-CEO Tim Cook konnte auch Erfolge in Teilbereichen melden. Am stärksten stieg der Umsatz im Servicebereich, nämlich um 18 Prozent auf sieben Milliarden Dollar. Mit Mac-Computern verdiente Apple 5,8 Milliarden Dollar, 14 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gerade dies veranlasste Cook, wieder einmal ein Bekenntnis zum PC-Geschäft abzulegen. Man werde sich keinesfalls daraus zurückziehen und wolle "aggressiv" in seine Zukunft investieren. Mac-Beobachter erwarten insbesondere neue iMac- und Mac-Pro-Modelle.
 
Der Umsatz mit iPads liess dagegen um zwölf Prozent auf noch 3,9 Milliarden Dollar nach. Trotzdem, so Cook, sei das über den eigenen Erwartungen. Auch Analysten zeigten sich überrascht.
 
Aber eben, wer an Apple denkt, denkt meist nur an ein Hauptprodukt: Das iPhone. Und dieses Geschäft harzt gegenwärtig etwas. Apple verkaufte im abgelaufenen Quartal "nur" 50,8 Millionen Stück, 400'000 weniger als im Vorjahresquartal. Obwohl Apple es schaffte, trotzdem den Umsatz mit den Smartphones um ein Prozent auf 33,2 Milliarden Dollar zu steigern, waren die Anleger deshalb insgesamt leicht enttäuscht. (hjm)