Pure Storage: Flash-Arrays ohne SSDs

Pure Storage hat eine neue Generation seiner All-Flash-Speicherarrays für Unternehmen angekündigt. Die grosse Neuerung bei den "FlashArray//X"-Maschinen beziehungsweise den dazugehörigen "DirectFlash"-Modulen ist laut Pure, dass sie keine Solid-State-Disks verwenden. Der Flash-Speicher ist stattdessen direkt in die Module eingebaut und wird über PCIe beziehungsweise NVMe angesprochen. Aufgaben wie die "Müllbeseitigung", Fehlerkorrektur, Speicherzuweisung usw, die bisher SSDs wahrnahmen, werden von einem neuen Teil des Purity-Betriebssystems übernommen.
 
SSDs, so argumentiert Pure Storage, weisen weiterhin Technologien auf, die noch für klassische Harddisks konzipiert wurden. Durch die direkte Verwaltung des Flashspeichers über das Betriebssysten sollen unter anderem deutlich tieferen Latenzzeiten beim Zugriff und höhere Schreibgeschwindigkeiten möglich sein.
 
Die Flash-Module sollen mit Rohkapazitäten von 2,2, 9,1 und 18,3 Terabyte geliefert werden. Sie werden einerseits von den neuen FlashArray//X-verwendet, können aber auch benützt werden, um existierende FlashArray//M-Systeme aufzurüsten. Vorbestellungen sind bereits möglich. Die neuen Arrays sollen ungefähr ab Mai an ausgewählte Kunden geliefert werden. Drei Monate später sollen dann die neuen Module und Arrays generell erhältlich werden. (hjm)