Ende in Sicht beim schrumpfenden PC-Markt

Glaubt man den Prognosen von Gartner kehrt sich der seit Langem anhaltende Abwärtstrend im PC-Markt 2019 wieder um. Dann sollen 273 Millionen Geräte abgesetzt werden können, nachdem 2016 knapp 270 Millionen Stück über die Ladentische gegangen sind. Das waren 6,2 Prozent oder knapp 18 Millionen weniger als 2015.
 
Gartner-Analyst Ranjit Atwal meint aber auch, dass das kurzfristige Wachstum der PC-Verkäufe durch höhere Komponentenkosten, er nennt vor allem für Speicherbausteine, gebremst werde. Die Hersteller werden die Preise für PCs gegen Ende des Jahres erhöhen, so Atwal.
 
Getrieben werden die PC-Mehrverkäufe bis 2019 laut der Prognose von den besonders leichten und dünnen Ultramobiles, während der Absatz klassischer Notebooks und Desktops rückläufig bleibe. Diese Geräteklasse schrumpft von 200 Millionen Stück im Jahr 2016 auf noch 191 Millionen im Jahr 2019. Bei Ultramobiles wie Tablets, Thin-Clients oder ultraleichten PCs erwartet Gartner hingegen, dass statt der 50 Millionen Geräten im 2016 drei Jahre später bereits 82 Millionen Stück abgesetzt werden.
 
Das Newsportal 'ChannelPartner' zitiert Atwal mit der Aussage, dass die Verkäufe an Privatleute nach wie vor rückläufig seien und der PC-Austausch in Unternehmen für die Stabilität im Markt sorge. Verbraucher neigten eher dazu, PCs durch Smartphones und Tablets zu ersetzen. Die Idee, dass Tablets den PC verdrängen könnten, habe sich hingegen in Luft aufgelöst. Auch bei der Vorstellung, Smartphones als PC-Ersatz zu etablieren, sei der Gartner-Mann skeptisch, zumal viele Produktivitätsanwendungen gar nicht erst auf Mobilgeräten installiert würden.
 
Übrigens wird sich auch das Wachstum im Handy-Markt deutlich verlangsamen. Wie man weiss, legte der Markt in seiner Blütezeit um fast 40 Prozent jährlich zu. Laut Gartner werden 2019 aber nur rund 1,95 Milliarden Mobiltelefonen verkauft, 2016 waren es etwas mehr als 1,89 Milliarden Geräte. Das ist etwas mehr als fünf Prozent Wachstum in drei Jahren. (vri)