Es gibt weltweit immer mehr gefälschte CE-Produkte

Anteil der Fälschungen nach Produktekategorie in Prozent. Bild: OECD
Nicht nur die Uhrenindustrie sondern auch die CE-Branche wird von gefälschten Produkten geplagt. Die Zahl gefälschter Smartphones, Videospiel-Konsolen oder Speicherkarten sei in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen, so ein Bericht der OECD. Insgesamt betrage der Anteil Fälschungen an den weltweit verkauften Produkte im ICT-Sektor etwas über sechs Prozent und das globale Marktvolumen liege bei 143 Milliarden Dollar.
 
Eine Kurzumfrage unter Schweizer Online-Shops zeigt, dass gefälschte CE-Waren allerings in der Schweiz offenbar noch kaum ein Faktor sind. Die Schweizer Branche sei derzeit noch nicht vom Problem betroffen, so Interdiscount zu inside-channels. "Uns ist weder im Bereich der Smartphones noch bei den Spielkonsolen bekannt, dass Fälschungen in der Schweiz je ein Thema gewesen wären, schreibt auch M-Electronics auf Anfrage. "Uns sind keine Fälle von gefälschten CE-Geräten hierzulande bekannt. Wir haben diesbezüglich auch noch nie etwas von unseren Kunden gehört", heisst es von Seiten Digitec.
 
Sollten Fälschungen in Umlauf kommen, wäre dies ein grosses Problem, schreibt M-Electronics weiter. Die Produkte entsprechen kaum den europäischen Normen und können gegebenenfalls Schäden verursachen. Auch die OECD weist im Bericht darauf hin, dass gefälschte CE-Produkte ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko darstellen. Neben dem Brandrisiko von gefälschten Steckern und Kabel würden etwa gefälschte Smartphones mehr gefährliche Substanzen wie Blei und Kadmium enthalten.
 
Eine Statistik der eidgenössischen Zollverwaltung (EZV) von 2016 zeigt, dass gefälschte Mobiltelefone und Zubehör weniger als ein Prozent der Waren ausmachen, die von der EZV kontrolliert und beschlagnahmt wurden. Dies beinhaltet Kontrollen an der Grenze sowie Post und Kurriersendungen. Über 95 Prozent der Waren sind demnach Uhren und Schmuck, Bekleidung sowie Schuhe und Accessoires. (kjo)