McAfee schreitet selbstbewusst in die Unabhängigkeit

Nachdem Intel 2010 den Security-Anbieter McAfee für 7,7 Milliarden Dollar übernommen hatte wurde 2016 bekannt, dass Intel die Mehrheit von McAfee wieder abstösst. Nun ist die Abspaltung abgeschlossen, wie Intel mitteilt.
 
Unter dem Dach des Chip-Herstellers wurde McAfee zwischenzeitlich zu Intel Security. Mit dem Verkauf des Unternehmens lebte die Marke McAfee wieder auf. Intel behielt 49 Prozent am Security-Unternehmen, die restlichen 51 Prozent gehören dem Finanzinvestor TPG. In einer Kooperation mit TPG beteiligt sich zusätzlich auch der Investor Thoma Bravo an McAfee.
 
McAfee habe "alle Optionen offen"
Mit dem Abschluss des Verkaufs will McAfee nun das Portfolio erweitern, sagt der CEO Chris Young in einem Gespräch mit dem Channel-Magazin 'CRN'. McAfee stünden "alle Optionen offen". Dazu gehört nicht nur die Entwicklung neuer Produkte sondern auch der Zukauf von Lösungen oder Unternehmen. Dabei stehen Produkte im Bereich Machine Learning, Analytics und Intelligent Security Operations im Fokus.
 
Der Security-Markt sei ein sehr aktiver Markt und es gebe auch einen klaren Trend zur Konsolidierung. "Von uns wird erwartet, dass wir aktiv daran teilnehmen und uns weiter etablieren", so Young. Man möchte als "disruptiver Player" wahrgenommen werden, zitiert 'SC Media' den McAfee-Chef. Auch die Option neue Partnerschaften einzugehen, schliesst Young nicht aus. Der CEO zeigt sich hierbei selbstbewusst und mit einem klaren Zeil vor Augen. Das Unternehmen soll "die Nummer eins" in Sachen Cyber-Sicherheit werden. (kjo)