Gerücht: Cisco plant Hardware von Software zu trennen

Cisco plane, Betriebssystem-Software für Netzwerkgeräte zu verkaufen, ohne dass Kunden auch Ciscos Hardware kaufen müssen. Dies meldet 'The Information' basierend auf Aussagen von zwei ungenannten Quellen, die mit der Cisco-Pipeline vertraut sein sollen.
 
Eine Bestätigung dieser Meldung seitens Cisco gibt es keine. Wäre sie aber korrekt, so wäre dies ein ziemlicher Strategiewandel.
 
Laut 'The Information' könne die aktuelle Version aber nicht mit Switches von Dritten laufen. "Cisco-Kunden können die Switches von Cisco nutzen, die mit billigeren Chips von Firmen wie Broadcom laufen, anstatt mit Ciscos proprietären, teureren Chips", heisst es.
Das Betriebssystem, so heisst es weiter, trage den Namen "Lindt". Und Ingenieure bei Cisco würden an der Standalone-Version des Betriebssystems arbeiten.
 
Laut 'CRN' bezweifeln ungenannte Experten aber, dass Cisco diesen Schritt machen werde.
 
Switching machte im letzten Cisco-Geschäftsjahr 36 Prozent des Umsatzes aus, in Dollar sind das 14,7 Milliarden. Die Trennung von Software und Hardware könnte also das wichtigste Business-Segment treffen, wenn nämlich Kunden die Software kaufen anstelle der laut 'CNBC' höher margigen Hardware. Andererseits ist der Konzern unter Druck von Cloud Providern und Software-Based-Infrastruktur-Firmen.
 
In letzter Zeit war Cisco mit Aquisitionen wie Jasper und AppDynamics aufgefallen sowie durch Partnerschaften mit Pure Storage, IBM und Salesforce. All dies vor allem, um in Zeiten von Cloud und IoT mithalten zu können. (mag)