Nokia reorganisiert sich

Der Netzwerkausrüster Nokia splittet das Business mit Mobilfunk-Netzwerken in eine Produkte- und eine Dienstleistungssparte. Der bisherige Leiter der Sparte verlässt das Unternehmen.
 
Der finnische Konzern Nokia organisiert das Geschäft mit Mobilfunk-Netzwerken neu. Die Business Group Mobile Networks, die etwa die Hälfte des Umsatzes generiert, wird in zwei Segmente geteilt. Eine der neuen Abteilungen, weiterhin Mobile Networks genannt, werde sich auf Produkte und Lösungen fokussieren. Das Segment Global Services wird auf Dienstleistungen spezialisiert sein und von Igor Leprince geleitet. Dem Bereich Mobile Networks wird neu Marc Rouanne vorstehen, der damit die Mobilfunk-Produkte – darunter auch die 4G- und 5G-Lösungen – verantworten wird. Sowohl Leprince als auch Rouanne sind direkt Nokia CEO Rajeev Suri unterstellt.
 
Gleichzeitig gibt Nokia bekannt, dass der bisherige Leiter der Mobilfunk-Netzwerksparte das Unternehmen verlässt. Vor dem Hintergrund der kurz vor Abschluss stehenden Integration von Alcatel-Lucent, habe sich Samih Elhage entschieden, Nokia zu verlassen und neue Herausforderungen anzunehmen, schreibt der Netzwerkausrüster.
 
Die aktuelle operative Chefin des Segments Fixed Networks, Monika Maurer, wird neue COO und damit Mitglied des Group Leadership Teams (GLT). Zu ihren neuen Aufgaben wird die Aufsicht über Herstellung und Lieferkette sowie auch die Durchsetzung der Sparmassnahmen gehören. Nokia hat vergangenes Jahr angekündigt, bis 2018 1,2 Milliarden Euro einsparen zu wollen. Im Rahmen des Sparprogramms baut Nokia weltweit Stellen ab.
 
Die neue Struktur tritt per 1. April 2017 in Kraft. "Die Veränderungen helfen uns, Wachstum im Services-Bereich anzutreiben, auf Kundenwünsche im Bereich Mobile Networks einzugehen und unsere Sparziele zu erreichen," sagt der Nokia-CEO. Dazu wurde auch der CTO und Präsident der Forschungseinheit Nokia Bell Labs, Marcus Weldon, in das GLT berufen. Er berichtet nun direkt an CEO Suri. Zusätzliche Aufgaben gibt es für die Strategie-Chefin Kathrin Buvac, die "ausgewählte, neue Geschäfts-Opportunitäten" finden soll. (kjo)