Gartner: Strategie­wechsel in der Security verlagert Ausgaben

Laut Gartner werden die weltweiten Ausgaben für IT-Sicherheit im laufenden Jahr rund 90 Milliarden Dollar betragen. Damit steigen die Kosten für Cybersecurity im Vergleich zu 2016 um rund 7,6 Prozent. Der Trend halte an. Für 2020 erwartet der Researcher Sicherheitsausgaben von rund 113 Milliarden Dollar.
 
Bezüglich der Strategie wartet Gartner mit einer interessanten Prognose auf: Man werde von der reinen Verhinderung wegkommen und sich mehr auf Früherkennung und Reaktionsfähigkeit konzentrieren. "Der Wandel wird für einen Grossteil des Wachstums des Security-Markts in den nächsten fünf Jahren sorgen", lässt sich Sid Deshpande, Principal Research Analyst bei Gartner, in einer Mitteilung zitieren.
 
Dies sind gute Nachrichten für Sicherheitsberater, Managed Security Service Provider (MSSP) und Outsourcer. Laut Deshpande mangelt es nämlich in vielen Organisationen an entsprechendem Wissen, weil Verhinderung seit Jahrzehnten die häufigste Taktik war. Deshalb würden viele Organisationen auf externe Dienste zurückgreifen. Auf der Service-Seite würden aber wiederum die MSSP unter Druck geraten, weil eine Reihe von spezialisierten Managed Detection and Response Services (MDR) das Licht der Welt erblicken würden.
 
Die Nachfrage nach Detection- und Response-Lösungen würde auch ein neues Produktesegment im Sicherheitsbereich generieren. Gartner nennt einige: Deception, Endpoint Detection and Response (EDR), Software-defined Segmentation, Cloud Access Security Broker (CASB) sowie User and Entity Behaviour Analytics (UEBA). Diese Produkte würden neue Ausgaben generieren, zögen aber auch Gelder aus bestehenden Segmenten auf sich. (ts)