ICT-Berufsbildung Schweiz öffnet sich für Nicht-ICT-Mitglieder

Der Verband ICT-Berufsbildung Schweiz öffnet sich neu für die nationalen Branchen- und Berufsverbände und ermöglicht damit die Mitgliedschaft für Nicht-ICT-Organisationen. Dies sei notwendig geworden, weil die Digitalisierung immer stärker alle Bereiche der Wirtschaft durchdringe. Heute würde nur noch ein Drittel aller ICT-Beschäftigten in der IT-Branche arbeiten, schreibt der Berufsbildungs-Verband in einer Mitteilung. Die grosse Mehrheit der ICT-Angestellten arbeite in anderen Branchen oder in der öffentlichen Verwaltung.
 
Die Öffnung hat bereits zu einem Zuwachs von sechs nationalen Verbänden ausserhalb des ICT-Bereichs geführt. Mitglieder sind seit dem 10. März 2017: Swissmem (Verband der Schweizer Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie); VSEI (Verband Schweizerischer Elektro-Installationsfirmen); VSE (Verband Schweizerischer Elektrizitätsunternehmen); Viscom (Schweizerischer Verband für die grafische Industrie); VSD (Verband der Schweizer Druckindustrie); SwissGIN (Schweizerischer Verband der Gebäudeinformatiker)
 
ICT-Berufsbildung Schweiz betont in der Mitteilung die Wichtigkeit der beruflichen Grundbildung als Fundament für qualifizierte ICT-Fachkräfte. Die Zahl der Lehrstellen hätte seit 2010 von 7200 auf knapp 9200 erhöht werden können. Bis 2022 will sich ICT-Berufsbildung Schweiz engagieren, um die Zahl auf 12'000 zu vergrössern.
 
"Wir müssen alle gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Berufsleute fit für morgen sind. Nur dann können die Vorteile der Digitalisierung in den Unternehmen aller Branchen und in der öffentlichen Verwaltung optimal genutzt werden", lässt sich Andreas Kaelin, Präsident von ICT-Berufsbildung Schweiz, in der Mitteilung zitieren. Mit der strategischen Öffnung baue der Verband seine Stärken im Bereich der beruflichen Digitalisierungskompetenzen aus. (ts)