Abacus wächst und wächst

Im letzten Jahr hat die St. Galler Software-Schmiede das Umsatzwachstum mit 10,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt.
 
Abacus legte 2016 nicht nur beim Umsatz sondern erneut auch bei den Mitarbeiternzahlen kräftig zu. Ende Jahr standen 304 Personen bei den Ostschweizern in Lohn und Brot, ein Jahr zuvor waren es noch 286. Der Umsatz wuchs diesmal zweistellig, heisst es in einer Mitteilung. 2015 hatte Abacus noch ein Umsatzwachstum von 5,2 Prozent ausgewiesen. Konkrete Zahlen gibt es zwar keine, doch den von uns geschätzten Umsatz von rund 55 Millionen Franken für 2016 hält Abacus-CEO Claudio Hintermann für "sicher zu niedrig", wie er auf Anfrage festhält. Auch das Deutschland-Geschäft mit den zwei Filialen in Hamburg und München laufe profitabel, sagt Hintermann, ohne konkreter zu werden.
 
Neu hinzugekommen sind im letzten Jahr laut Mitteilung 4600 Abonnements allein von den jüngsten Produkten für Mobilanwendungen zur kompletten Abwicklung der Geschäftsprozesse ohne Medienbruch. Stark profitiert habe man zudem vom Cloud-Bezug der Abacus-Software, der im letzten Jahr um 24,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt habe. Seit ihrer Lancierung vor zehn Jahren seien nun über 15'600 Abos bei KMU im Einsatz. Noch stärker habe allerdings das Geschäft mit neuen Programmlizenzen zugelegt, ist dieser Bereich doch um 43 Prozent gegenüber 2015 gewachsen. 2016 hätten sich insgesamt 350 KMU erstmals für Software aus dem Hause Abacus entschieden, heisst es weiter.
 
35 neue Gemeinden – keine aus St. Gallen
Allein bei der Branchenlösung für die öffentliche Hand habe man 35 Gemeinden neu für die Finanzsoftware gewinnen können. Notabene keine einzige Gemeinde aus dem Kanton St. Gallen, wie Hintermann lächelnd erklärt. Er spielt damit auf den noch immer laufenden Streit darum an, ob Gemeinden, die ein Vertragsverhältnis mit VRSG haben, Software-Aufträge ausschreiben müssen, oder nicht. Profitiert hat übrigens Dialog Verwaltungs-Data von dieser Situation. Wie Geschäftsführer Stefan Fellmann bestätigt, haben die Spezialisten aus dem luzernischen Baldegg 2016 erstmals im Kanton St. Gallen, in der Gemeinde Grabs, ihre Lösung implementieren können und dort soeben auch die HRM2-Umstellung abgeschlossen.
 
Den guten Geschäftsverlauf des letzten Jahres erklärt Hintermann mit erheblichen Investitionen in den technologischen Paradigmenwechsel in der Vergangenheit. Das sei keineswegs eine Selbstverständlichkeit, fügt Hintermann aus. Denn Abacus gingen in Sachen Mobile, Cloud und Enduser-Orientierung langsam die Konkurrenz aus, wie er selbstbewusst feststellt. Gleichwohl betont er dabei, dass diese Anstrengungen zwar inzwischen erste Früchte trage, sie allerdings nur ein Zwischenschritt sind. Denn man habe noch "viele andere Entwicklungen in der Pipeline". (vri)
 
(Interessenbindung: Abacus ist als Goldsponsor ein wichtiger Werbekunde unseres Verlags.)