Avaya verkauft Netzwerk-Geschäft an Extreme Networks

Avaya will rund 100 Millionen Dollar durch den Verkauf des Netzwerk-Geschäfts an Extreme Networks einnehmen.
 
Der Hersteller von Switches und Wlan-Lösungen Extreme Networks erwartet laut 'Reuters', dass sich aus der Übernahme Synergien ergeben und sieht ebenso positiven Einfluss auf die Einnahmen und den Cashflow. 200 Millionen zusätzlichen Umsatz nennt Extreme-Networks-CEO Ed Meyercord laut 'IT Pro Portal'.
 
Die Übernahme sei Teil der Wachstumsstrategie und werde das Extreme-Portfolio in diversen Verticals verbreitern. Letzten Herbst hatte man bereits das Wlan-Geschäft von Zebra Technologies übernommen.
 
Laut der Website 'Network World' gibt es bei Wireless-Lan-Produkten grosse Überschneidungen bei Avaya und Extreme.
 
Avaya wolle auf Unified-Communications- und Contact-Center-Lösungen fokussieren, kündigte Avaya-CEO Kevin Kennedy in einer Medienmitteilung an.
 
Der Telekommunikations- und Netzwerkausrüster hat rund 6,3 Milliarden Dollar Schulden und flüchtete im Januar in das US-Konkursverfahren. Das heisst für diesen Deal offenbar, dass ein Extreme-Konkurrent bis zu einem fixen Datum ein eigenes Angebot machen könnte.
 
Kürzlich schrieb das 'Wall Street Journal', dass die Avaya-Zentrale plane, Kennedy und zehn weiteren Top-Managern bis zu 3,7 Millionen Dollar Bonuszahlungen für das zweite Quartal 2017 auszuzahlen, was unter gewissen Gegebenheiten möglich wäre.
 
In der Schweiz laufen die Avaya-Geschäfte offenbar wieder gut und man denkt daran, neue Leute einzustellen. (mag)