(Update) Small Business Server wird wiederbelebt

Tech Data verspricht eine Reanimation des einst erfolgreichen Server-Bündels für Kleinfirmen. Der auf Ende 2013 eingestellte Windows Small Business Server (SBS) war damals von Microsoft durch Windows Server Essential nur teilweise ersetzt worden.

Das einst speziell auf Firmen mit weniger als 75 Mitarbeiter zugeschnittene Angebot legt der Disti aus Rotkreuz nun wieder auf seinem Cloud-Marktplatz in einer Cloud Server Edition vor. Adressiert werden diesmal KMU mit drei bis 40 Mitarbeitern. Laut einer Mitteilung bietet der von Tech Data angebotene Small Business Cloud Server, alles was beim alten SBS geschätzt worden sei. Das sind Office 365 mit Exchange E-Mail, Office und SharePoint sowie der Zugriff auf Microsoft Azure mit VM, Backup, Speicher und VPN.
 
Abgesehen von Azure sind das freilich Angebote, die heute von vielen Cloud-Providern zur Verfügung gestellt werden. Dass es sich hier nicht um ein exklusives Angebot von Tech Data handelt, hat inzwischen auch Microsoft bestätigt. Nach Erscheinen der ersten Version des Textes schreibt Pressesprecher Tobias Billeter, "bei dem von TechData vorgestellten Produkt handelt es sich um eine Kombination diverser Azure basierter Dienste, die technisch zu einem Bundle vereint wurden". Er stellt dann klar, dass "Microsoft den Cloud Solution Providern/Distis dieses Bundle zur Verfügung gestellt" habe. Das wird nun über deren Cloud-Marktplätze vertrieben, schiebt er nach. Wie Tech Data betont er, dass die usprüngliche On-Premise-Variante der Small-Business-Produkt in der Schweiz enormen Anklang fand. "Deshalb", so Billeter weiter, "haben wir nun gemeinsam mit unseren Partnern diese neue Lösung auf den Markt gebracht."

Die Bündel-Lösung zielt laut Tech Data auf Firmen, die ihre gesamte Hardware in die Cloud verlegen wollen. Wie im alten On-Premise-SBS "haben Vertriebspartner die Möglichkeit, die Anzahl der Benutzer sowohl nach oben als auch unten zu skalieren", heisst es weiter.

Wer SBS in der Cloud-Edition nutzen will, dem verspricht Tech Data auch Unterstützung bei der Planung und Durchführung der Migration der vorhandenen Infrastrukturen. Ausserdem will der Disti "erstmals" Echtzeit-Verbrauchsdaten und Budgetierungstools für Azure verfügbar gemacht haben. So sollen Nutzer beispielweise proaktiv informiert werden, wenn ihre Nutzungsgebühren festgelegte Schwellenwerte überschreiten. (vri)