IAM Bund: Finanzkontrolle lobt ISB

Zu den zentralen Aufgaben des Informatiksteuerungsorgans des Bundes (ISB) gehört das Formulieren von Vorgaben. Dabei verfolgt das ISB eigene Projekte wie das Programm "IAM Bund". Dieses ist zwar nicht teuer, aber so einflussreich, dass es als IKT-Schlüsselprojekt gilt.
 
Das Projekt Identity Access Management (IAM Bund) formuliert nämlich übergreifend Rechtsgrundlagen, Vorgaben und Standards für das umfassende IAM-Projekt des Bundes.
 
Was ist aus den dafür reservierten 10,72 Millionen Budget geworden? Dies hat die Eidgenössische Finanzkommission kurz vor Projektabschluss per Ende 2016 geprüft. Das Urteil: "Das Programm war zum Prüfzeitpunkt sowohl finanziell wie auch terminlich im Plan", so die EFK. Man erwarte zur Abwechslung gar, dass man 370'000 Franken weniger ausgeben müsse als budgetiert.
 
Das Resultat ist keine Überraschung, denn 2015 hatte es schon geheissen: "Das Programm ist zum Prüfzeitpunkt sowohl terminlich wie auch finanziell auf Kurs."
 
Damals hatte die EFK noch moniert, das Projekt hätte nach WTO ausgeschrieben werden sollen und hatte einige Verbesserungsvorschläge angebracht. Diese wurden laut neuem Bericht mehrheitlich umgesetzt, der Rest wurde mit dem Projektabschluss hinfällig.
Damit ist ein weiterer Schritt vollzogen, damit im IAM-Projekt Identitäten, Berechtigungen, Attribute und Daten über Behörden- und Kantonsgrenzen hinweg verwendet werden können.
 
Die EFK mahnt aber, nun nicht mehr zuzulassen, dass alles zerfleddere, auch wenn beim Bund mehrere IAM-Dienste betrieben werden. "Die Art, wie die Lieferergebnisse in die Linienorganisation überführt und dort weiterverwendet werden, ist massgebend für den Investitionsschutz der erarbeiteten Resultate."
 
In andern Worten: Nun müssen die IAM-Vorgaben und -Standards Behörde für Behörde vermittelt und auch durchgesetzt werden. Für den Investitionsschutz nimmt die EFK das ISB in die Pflicht. (mag)