Die Hitze im Cloud-Markt steigt

Preiskämpfe, neue Rechenzentren allenthalben, Vormarsch der Mega-Anbieter ...
 
Der Cloud-Infrastruktur-Markt wächst in riesigem Tempo: Alleine im letzten Quartal 2016 betrug der weltweite Umsatz mit Cloud-Infrastruktur gemäss den Marktforschern von Canalys 10,3 Milliarden US Dollar. Das sind 49 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die vier grössten Anbieter, AWS, Microsoft, Google und IBM, besetzten mehr als 60 Prozent des Marktes. Die Alibaba Cloud und Oracle sind noch kleine Player.
 
Es wird weiterhin enorm viel in den Cloud-Infrastrukturen investiert. AWS hat 2016 elf "availability zones" lanciert, IBM hat ein neues RZ in UK eröffnet und hat nun weltweit 50. Microsoft baute neue RZs in UK und Deutschland, Google in Japan und Oracle in China. Alibaba seinerseits investierte in Australien, Japan, Deutschland und den VAR.
 
Der Markt für
Cloud-Infrastrukturen wird 2017 gegen 60 Milliarden US Dollar schwer sein, so Canalys.
 
Grosse fressen Kleine auf
Gemäss Synergy Research, einem Konkurrenten von Canalys, haben Microsoft, Google und IBM im vierten Quartal etwas Marktanteile gewonnen. Allerdings nicht auf Kosten von AWS, sondern auf Kosten der mittelgrossen und kleinen Cloudanbieter. (Siehe Grafik unten)
 
Microsoft senkt Preise
Der heftige Kampf um Marktanteile widerspiegelt sich in rasch sinkenden Preisen. So hat Microsoft gestern eine neue Preissenkungsrunde angekündigt. Gesunken sind die Preise für virtuelle Server mit Linux oder Windows aber auch die Preise für Speicher, wie Azure-Chef-PM Venkat Gattamneni im Microsoft Blog schreibt. In dem Blogeintrag findet man die Links zu den detaillierten Preislisten und Preisangaben auch in Schweizer Franken. (hc)