Apple hat die Zahlen für das letzte Rekord-Quartal frisiert

Der von Apple verkündete Rekordumsatz im ersten Quartal 2017 ist zwar keine Falschangabe, aber die Zahlen beruhen auf einem kleinen Trick. Üblicherweise rechnet Apple 13 Wochen als ein Quartal. Dieses Mal aber nahm das Unternehmen die Umsatzzahlen von 14 Wochen als Grundlage für den Quartalsbericht. Das ist kein unzulässiges Vorgehen: Wenn ein Unternehmen sein Quartal nicht als drei Monate, sondern als 13 Wochen definiert, dann muss es alle vier bis fünf Jahre ein solches 14-Wochen-Quartal einschalten, weil das Jahr einen Tag "zuviel" hat. Dies war im Falle Apples das letzte Mal im ersten Quartal 2013 der Fall.
 
Das Problem ist natürlich, dass der Vergleich eines solchen Quartals mit den üblichen Quartalszahlen das Resultat verfälscht. Um zu halbwegs aussagekräftigen Relationen zu kommen, kann man die wöchentlichen Durchschnittsumsätze zweier Quartale vergleichen. Der langjährige Mac-Entwickler Jeff Johnson hat das für Q1 2016 und 2017 gemacht. Das Resultat: Statt einem Umsatzplus von drei Prozent steht unter dem Strich ein Minus von vier Prozent. (ts)