Was ist mit Dimension Data los?

Marketing-Chef José Gomez weg, Verkaufsleiter Guiseppe Barcellona weg. Geschäftsleiter Serge Adam hat keine Zeit, auf unsere Fragen zu antworten.
 
Die Noten im Arbeitgeber-Bewertungstool Kununu sind fast durchgehend katastrophal. Neun von total zehn Bewertungen von Dimension Data Schweiz sind negativ. "Desolat", "Strategie unklar" oder "fehlende Kommunikation" sind einige der Kommentare der bewertenden (ehemaligen?) Mitarbeitenden des Data-Center und Netzwerk-Spezialisten.
 
Man liest auch davon, Dimension Data betreibe in der Schweiz eine Politik des "Hire & Fire". In der Tat haben in den letzten Monaten mindestens zwei Manager die Firma verlassen: Marketing-Chef José Gomez ist ebenso nicht mehr beim paneuropäischen Netzwerk-, Data-Center- und Cloud-Dienstleister wie Verkaufsleiter Giuseppe Barcellona.
 
Die Zürcher Niederlassung von DiData, wie man den weltweit präsenten Systemintegrator auch nennt, sei arg ausgedünnt, sagt ein Insider. Er erwarte, dass nur wenige Office Manager in Zürich blieben. Einst hatte Dimension Data in der Deutschschweiz angeblich rund 25 Mitarbeitende und optimistische Pläne.
 
Gerne hätten wir Dimension Data Fragen zu den schlechten Bewertungen bei Kununu, den Abgängen im Management und der Strategie in der Deutschschweiz gestellt. Doch Geschäftsführer Serge Adam war für inside-channels.ch telefonisch nicht zu erreichen. Er reagierte auf unsere Bitte um Rückruf nicht und beantwortete eine Mail mit unseren Fragen auch nicht. Auch die internationale Presseabteilung von Dimension Data reagierte auf unsere Bitte um Rückruf nicht. Herr Adam sei sehr beschäftigt, sagte man uns am Schweizer Hauptsitz in Crissier. (Christoph Hugenschmidt)