Oberuzwiler Schulen sind Digitalisierungs­pioniere

Bild: Gemeinde Oberuzwil
Wandtafeln und Schulhefte werden in Oberuzwiler Schulen von Grossbildschirmen und Convertibles verdrängt und alles geht in die eigene Cloud.
 
In Oberuzwil ist seit Herbst 2016 vom Kindergarten bis zur Oberstufe eine neue einheitliche IT-Lösungen in Betrieb. Die Basisinfrastruktur bildet ein Netzwerk, das über Glasfaser an die zentrale Infrastruktur im Serverraum der Gemeinde angebunden ist. Alle Geräte sind über ein flächendeckendes Wlan mit dem eigenen privaten Clouddienst verbunden.
 
In den Klassenzimmern haben berührungssensible Grossbildschirme – ergänzt mit zwei Wandtafel-Flügeln – die herkömmlichen Wandtafeln ersetzt. Für die Schüler stehen insgesamt 200 mobile Surface-4-Geräte zur Verfügung. Auf vier Kinder kommt ein Convertible. Zusätzlich wurde der Informatik-Raum mit 25 neuen Desktop-Geräten von HP bestückt. Für die Lehrer wurden 100 neue Geräte angeschafft. Selbst für den Kindergarten ständen 20 Tablets zur Verfügung, sagt Gallus Rieger, Leiter der Volksschulen Oberuzwil, auf Anfrage von inside-it.ch.
 
Die Kosten belaufen sich auf rund zwei Millionen.
Ermöglicht hat die Umsetzung des IT-Konzepts ein Kredit von 1,9 Millionen Franken, schreibt die Gemeinde Oberuzwil in einer Mitteilung. Eingerichtet wurde das System von der St. Galler Firma Netsafe. Die Umsetzung sei im Rahmen dieses Kredits erfolgt, der Support sei mit etwa zwei Mannstagen pro Monat zu veranschlagen, sagte Mathias Ebneter, Projektleiter und Geschäftsführer von Netsafe, auf Anfrage. Man müsse diese Stunden aber mit zwei Stunden Remote-Wartung ergänzen, erklärt Gallus Rieger.
 
Laut Mathias Ebneter ist das Projekt in dieser konsequenten Umsetzung für den Kanton einzigartig. Das neue System bereite den Schülern grosse Freude, sagt Rieger. Vor allem die Grossdisplays mit zehn Berührungspunkten würden sehr gut ankommen. Es sei erstaunlich, wieviel Know-how selbst die Kleinsten bereits von zu Hause mitbringen. (ts)