Ericsson Schweiz nicht vom Kahlschlag betroffen

Die Belegschaft von Ericsson Schweiz schrumpfte vergangenes Jahr dennoch.
 
Der Kahlschlag des Gesamtkonzerns betrifft Ericsson Schweiz nicht. Der schwedische Netzwerkausrüster hatte im Herbst einen Abbau von 3900 Stellen in seinem Heimatland angekündigt.
 
Er gehe nicht davon aus, dass auch in der Schweiz Personal gehen müsse, sagte Ericsson-Schweiz-Chef Martin Bürki am Donnerstag am Rande einer Medienkonferenz im Gespräch mit der Nachrichtenagentur 'sda'. "Wir haben hierzulande keine administrativen Einheiten." Effizienzgewinne seien kaum noch erreichbar, da Ericsson in der Schweiz schon sehr effizient unterwegs sei.
 
Dennoch hatte der Telekomnetzausrüster in der Schweiz im vergangenen Jahr einen Aderlass erlitten, nachdem der Mobilfunkanbieter Salt den Handynetzbetrieb in eigener Regie übernommen hatte. "Das hat eine massive Reduktion der Arbeitsplätze ergeben", sagte Bürki. Von über 300 Beschäftigten schrumpfte die Belegschaft bei Ericsson Schweiz auf noch gut 200. Gut 50 Angestellte wechselten zu Salt. Man sei mit weniger als zwei Dutzend Kündigungen davongekommen, sagte Bürki. Der Verlust von Salt als Kunde habe einen zweistelligen Millionenbetrag an Umsatz gekostet. (sda/kjo)