Neue Smartwatch-Kollektion aus dem Jura

Eine neue Kollektion von Smartwatches bringt der Schweizer Uhrenhersteller TAG Heuer auf den Markt. Sie sollen mit dem Wearable-Betriebssystem Android Wear 2.0 laufen, stärkere Akkus beinhalten und In-App-Käufen via Uhrendisplay möglich machen.
 
Die Technologie sei weder neu, noch speziell: alle Smartwatch-Hersteller arbeiten mit denselben Technologien, sagte der CEO von TAG Heuer, Marc Biver, in der 'Neuen Zürcher Zeitung'.
 
Als Nachfolger der "Carrera Connected" kommen Modelle für Damen und Herren im Mai 2017 auf den Markt, so Biver. Man habe 56'000 Smartwatches seit der Lancierung im November 2015 verkaufen können. Dieses Jahr rechnet der TAG-Heuer-Chef mit 150'000 Stück und dank den Mengen auch mit den üblichen Margen.
 
Man werde in La Chaux-de-Fonds im Frühling eine Montagestrasse öffnen, wo die Mikroprozessoren von Intel für die Smartwatch zusammengebaut werden. Im Silicon Valley ist der Uhrenhersteller inzwischen auch präsent: "Die Technologie bleibt ja nicht stehen. Wir müssen nahe dran sein und wissen, was läuft."
 
Überhaupt scheinen Smartwatches die Schweizer Uhrenindustrie zu verändern: Aus Bern ist laut 'Bund' noch dieses Jahr eine ganz neue Smartwatch namens Moskito Watch "Made in Switzerland" zu erwarten. Sie bietet einen Tacho, richtet sich speziell an Velofahrer und wird im Jura gefertigt.
 
Und die 'NZZ' glaubt zu wissen, dass ein nicht genannter Schweizer Hersteller daran sei, ein komplett eigenes Smartwatch-Betriebssystem zu entwickeln, das unabhängig von Intel oder Google machen werde.
 
Weitere Ankündigungen könnten auf der Uhren- und Schmuckmesse Baselworld 2017 Ende März erfolgen. (mag)