Die besten Jungprogrammierer der Schweiz

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des SOI-Tags an der ETH Zürich. Bild: Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden / Pascal Sommer
Am vergangenen Wochenende trafen sich an der ETH Zürich junge Informatiktalente aus 18 Kantonen. Am SOI-Tag wurden sie für ihre Leistungen an der ersten Runde der Schweizer Informatik-Olympiade (SOI) 2016/17 geehrt. Im Sommer lockt für vier der Jugendlichen, die in der nächsten Runde ausgewählt werden, die Teilnahme an der 29. Internationalen Informatik-Olympiade in Teheran, Iran.
 
Die knapp 100 Teilnehmer zeigten ihre Kreativität und ihren Sinn für Logik beim ersten Teil des Wettbewerbs, schreibt der Verband Schweizer Wissenschafts-Olympiaden. Im Vorfeld lösten sie während zwei Monaten in ihrer Freizeit Programmieraufgaben. Bewertet wurden die Korrektheit der Resultate und die Effizienz des Programms.
 
Im März 2017 geht es mit der zweiten Runde weiter. Die theoretische Prüfung findet an den beiden ETHs in Zürich und in Lausanne statt. Die praktische Prüfung wird online von Zuhause aus erarbeitet. Vorher geht es für die 20 Bestplatzierten und vier Wildcard-Gewinner in ein Trainingscamp, wo an den Programmierfähigkeiten geschliffen wird. Betreut werden sie von ehrenamtlichen Mitarbeitern der Schweizer Informatik-Olympiade, meist Studierende oder Doktorierende.
 
Mit 15 Jahren auf den dritten Rang
Die ersten drei Plätze belegten Jonathan Hauenstein (Kantonsschule Alpenquai, LU), Martin Chikov (Collège Rousseau, GE) und Nicolas Camenisch (Kantonsschule Wettingen, AG). Letzterer ist gerade einmal 15 Jahre alt und erhielt für seine Leistung den Jugendpreis.
 
Der Kreativitätspreis ging an den Solothurner Jan Schär (Kantonsschule Olten, SO) und an den Freiburger Ian Boschung (Collège St. Michel, FR). Jan Schär gewann zusätzlich den erstmals verliehenen Rainbow Award; er verwendete gekonnt bei jeder Aufgabe eine andere Programmiersprache, schreibt der Verband.
 
Einen weiteren Sonderpreis erhielten die Zwillinge Viera und Ivana Klasovita (beide MNG Rämibühl, ZH), sie erreichten das beste Resultat der elf Mädchen, die am Wettbewerb teilnahmen. (kjo)